Der fünfte und damit vorletzte Testtag in Bahrain geht vorbei. Im Gegensatz zum Morgen war die Strecke am Nachmittag doch deutlich voller und die meisten Teams konnten problemlos ihre Programme abspulen. Außer Aston Martin und Williams, die mit Problemen zu kämpfen hatten.
Antonelli bringt Mercedes zurück an die Spitze
Kimi Antonelli fuhr mit 1:32.803 die schnellste Testzeit bisher. Damit bestätigt Mercedes den Trend der letzten Tage – mehrfach Stand das Team am Abend ganz oben in der Zeitenliste.
Auch rundentechnisch kann Mercedes zufrieden sein: 156 Runden konnten Kimi Antonelli und George Russell am heutigen Tage einfahren und liegen damit nur zwei Runden hinter dem Team mit den meistgefahrenen Runden – McLaren.
Der MCL40 fährt zuverlässig – oder doch nicht?
Nach dem Lando Norris am Morgen bereits eine beachtliche Rundenanzahl gesammelt hatte, tat es ihm Teamkollege Oscar Piastri am Nachmittag gleich. Der McLaren zeigte sich bisher als erstaunlich standfest und hatte mit vergleichsweise wenigen Problemen zu kämpfen.
Ganze 158 spulte der McLaren heute ab. Bestwert in den heutigen Rundenzahlen | ©IMAGO / PsnewZAber nach 158 Runden war dann Schluss: Oscar Piastri fuhr aus der Box, blieb allerdings bis zur ersten Kurve im ersten Gang und musste das Auto dann abstellen. Eine längere Pause folgte. Immerhin: Für den Probestart kehrte der Australier später wieder auf die Strecke zurück.
Ferrari fängt sich wieder
Nach einem katastrophalen Morgen für Lewis Hamilton war klar: Am Nachmittag musste eine Reaktion folgen. Das gelang dem Team auch und Hamilton war gleich zu Beginn der Nachmittagssession wieder auf der Strecke. Hatte er am Morgen lediglich fünf Runden auf dem Konto, steigerte er sich am Nachmittag auf 78 Runden und fuhr damit noch immer mehr Runden als so manch Anderer.
Nach dem verlorenen Morgen läuft es am Nachmittag besser für das Team. | ©IMAGO / Marco CanonieroAston Martin freut sich zu früh
Das gestrige Desaster schien nach einem ordentlichen Vormittag beinahe vergessen. Aber: die Freude hielt nicht lange an – nach nur einer Stunde am Nachmittag rollte Alonso auf der Strecke aus und löste eine rote Flagge aus. Vermutet wird ein Problem an der Antriebseinheit. Ganze 15 Minuten dauerte es, den Boliden von der Strecke zu beseitigen. Gesehen hat man ihn danach nicht mehr. Für Aston Martin ein weiterer Schlag ins Gesicht.
Bei der Pressekonferenz in der Mittagspause wurde Lance Stroll gefragt, was er sich vom Honda-Motor noch erhoffe. Er fasste es kurz: „Wir brauchen mehr Leistung. So einfach ist das. Uns fehlt es an Power.“ Aber nicht nur der Motor sorgt laut ihm für Probleme: „Dann müssen wir auch das Auto verbessern.“ Es klingt nach mehreren Baustellen gleichzeitig, an denen das Team arbeiten muss.
Was war bei Williams los?
Nach dem verpassten Shakedown in Barcelona war es für Williams besonders wichtig, so viele Kilometer wie möglich in Bahrain zu sammeln. Das gelang bisher auch gut, kaum Probleme und sowohl Alex Albon als auch Carlos Sainz sammelten in den letzten fünf Tagen fleißig die Kilometer.
Doch am Nachmittag kam der Lauf ins Stocken: Nach den 71 Runden von Albon am Morgen, ließ das britische Team knapp anderthalb Stunden auf sich warten. Warum man solange wartete, gab das Team bisher nicht bekannt.
Hängt Cadillac hinterher?
Ein Team, das bislang kaum positiv auffällt: Cadillac. Bereits bei mehreren Sessions mussten die Fahrer lange in der Box ausharren, da die Mechaniker am Boliden arbeiten mussten. In den Zeiten liegen sie kontinuierlich mehrere Sekunden hinter den Top-Teams.
Ein schlechtes Zeichen? Das lässt sich noch nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sagen. Es sollte im Hinterkopf behalten werden, dass die Teams mit verschiedenen Reifen und Programmen die Tests absolvieren, das macht es schwierig, die Teams direkt miteinander zu vergleichen.
Was ist von Cadillac zu erwarten? | ©IMAGO / Marco CanonieroMax Verstappen ist der Fleißigste heute
Max Verstappen war einer der wenigen Fahrer, die heute den ganzen Tag im Auto verbracht haben. Und er nutzte ihn effizient: Er fuhr Longruns, schnelle Runden und eine Rennsimulation. Am Ende des Tages bringt er es auf ganze 139 Runden und ist damit der Fahrer mit den meisten gefahrenen Runden an Tag 5. Keine schlechte Leistung.
Die Rundenzeiten von Tag 5
| Fahrer | Abstand zum Schnellsten | Runden |
|---|---|---|
| Kimi Antonelli (Mercedes) | 1:32.803 | 79 |
| Oscar Piastri (McLaren) | +0.058 | 86 |
| Max Verstappen (Red Bull) | +0.359 | 139 |
| Lewis Hamilton (Ferrari) | +0.605 | 78 |
| Lando Norris (McLaren) | +0.650 | 72 |
| Franco Colapinto (Alpine) | +1.015 | 120 |
| Nico Hülkenberg (Audi) | +1.184 | 73 |
| George Russell (Mercedes) | +1.308 | 77 |
| Esteban Ocon (Haas) | +1.398 | 58 |
| Liam Lawson (Racing Bulls) | +1.729 | 106 |
| Alexander Albon (Williams) | +1.752 | 117 |
| Gabriel Bortoleto (Audi) | +2.460 | 29 |
| Oliver Bearman (Haas) | +2.476 | 69 |
| Sergio Pérez (Cadillac) | +2.566 | 50 |
| Fernando Alonso (Aston Martin) | +4.669 | 68 |
| Valtteri Bottas (Cadillac) | +7.390 | 58 |
| Isack Hadjar (Red Bull) | – | – |
| Pierre Gasly (Alpine) | – | – |
| Charles Leclerc (Ferrari) | – | – |
| Lance Stroll (Aston Martin) | – | – |
| Arvid Lindblad (Racing Bulls) | – | – |
| Carlos Sainz (Williams) | – | – |





