In der letzten Runde des Sprints in Singapur kam es zur Berührung zwischen Lando Norris und Oscar Piastri. Norris erntete dafür heftige Kritik, Teamchef Andrea Stella nannte diesen Vorfall „inakzeptabel“. In Race Control, der Champ1 Expertenanalyse, blickte der ehemalige Formel 1-Pilot Marc Surer jedoch etwas anders auf die Sache.
Surer: Das war nicht Norris-like
Für die Kollision zwischen Norris und Piastri gab es von der FIA keine Strafe. Für viele war das unverständlich, Marc Surer jedoch konnte das nachvollziehen. „Es war sehr unüberlegt, eigentlich nicht Norris-like, was er da gemacht hat. In der letzten Runde so einen Angriff zu wagen. War einfach unnötig. Es ging um einen Punkt mehr oder weniger. Und beide Autos sind ja das ganze Rennen hintereinander hergefahren. Also war es wirklich eine unnötige Aktion“, kommentierte der Schweizer zunächst die ganze Aktion.
Aber ich muss den Stewards jetzt in dem Fall recht geben. Er war für einen Moment auf gleicher Höhe beim Anbremsen. Das heißt, die Räder waren auf gleicher Höhe. Und dann muss Piastri ihm genügend Platz lassen. Das hat er aber nicht gemacht. Er hat ihm eine halbe Breite Platz gelassen. Und Norris fuhr dann über den Randstein, um ihn nicht zu treffen, und verlor natürlich dann das Auto auf dem Randstein und hat ihn dann doch getroffen. Also die Stewards-Entscheidung war korrekt in dem Fall.
Im Sprint krachte es zwischen Norris und Piastri | © IMAGO / SportPix UKComeback der Papaya Rules?
Surer findet, dass diese Situation intern bei McLaren aufgearbeitet werden muss und nicht mit Colapintos Crash in Baku vergleichbar ist. „Aber das muss intern passieren. Das geht uns wirklich nichts an. Das war eine interne Geschichte und eben, es braucht immer zwei für so eine Situation. Weil hier, wie gesagt, es war beide haben eine kleine Mitschuld“, erklärte der ehemalige Formel 1-Fahrer. Ob es erneut zu Papaya Rules kommen wird, wird sich in Austin zeigen.
Stark findet Surer außerdem, wie sich Norris nach dem Rennen am Sonntag verhielt. Vor den Medien gab er zu, dass er Mist gebaut habe und das Team enttäuscht hat.
Ich finde das immer stark, wenn er als Weltmeister darf so etwas auch sagen, ohne dass er das Gesicht verliert, wenn er einfach zugibt, ich war es heute nicht gut genug. Und das finde ich stark, wenn ein Fahrer das machen kann und nicht immer nur Ausreden hat.































