Die Zwangspause der Formel 1 durch die Absagen der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ist eine perfekte Möglichkeit, damit die FIA und die Teams am neuen Reglement schrauben können.
Denn vor allem nach dem Bearman-Crash in Suzuka schrillten die Alarmglocken. Eigentlich wollte die FIA nur über Änderungen für das Qualifying sprechen, doch der Druck wurde zu groß.
Auch FIA Präsident Mohammed bin Sulayem steht unter Druck. © IMAGO / DeFodi ImagesKonstruktive Gespräche – (noch) keine Lösung
Nun gab es das erste Treffen, bei dem sich die FIA mit den Teams zusammengesetzt hat. In einem offiziellen Statement verkündete der Weltverband, wie die Gespräche verlaufen sind.
„Bei dem heutigen Treffen zwischen der FIA und technischen Experten der Teams und der Antriebshersteller wurde im Rahmen der natürlichen Weiterentwicklung der technischen und sportlichen Vorschriften der Formel 1 für 2026 eine Vielzahl von Themen behandelt“, erklärte die FIA.
Auch ein kleines Fehlereingeständnis konnte man aus der Mitteilung herauslesen.
„Es herrschte allgemeine Einigkeit darüber, dass die bisherigen Rennen zwar spannend waren, man sich jedoch dazu verpflichtet habe, einige Aspekte der Vorschriften im Bereich des Energiemanagements anzupassen. Es fand ein konstruktiver Dialog über schwierige Themen statt, insbesondere angesichts des Wettbewerbscharakters der Beteiligten.“
Doch, was in der Stellungnahme fehlte, waren klare Lösungsansätze. Die scheint es nämlich nach dem ersten Treffen bisher nicht zu geben.
Wird es bei den Rennen bald neue Vorschriften geben? © IMAGO / PsnewZZeitplan für weitere Gespräche steht
Schon bald soll es allerdings weitere Gespräche geben: „Die nächste technische Sitzung findet am 16. April statt, bei der die heute besprochenen Punkte weiterverfolgt und neue Themen behandelt werden.“
Auch einen Hinweis darauf, wann mit konkreten Maßnahmen zu rechnen ist, findet sich im Statement.
„Für den 20. April ist ein Treffen auf hoher Ebene mit Vertretern aller Beteiligten geplant, bei dem voraussichtlich die von den technischen Teams gemeinsam vorgeschlagenen bevorzugten Optionen geprüft und ein Konsens über das weitere Vorgehen angestrebt wird.“
Dürfen Fans nun also darauf hoffen, dass bis Ende April Klarheit herrscht? Das ist zu diesem Zeitpunkt schwer zu sagen. Nicht immer zogen die Teams in der Vergangenheit an einem Strang. Vor allem Teams wie Mercedes, McLaren oder Ferrari, die bisher gut zurechtkommen, werden versuchen, die Veränderungen so klein wie möglich zu halten.
Fahrer wir Carlos Sainz regen sich seit Wochen über das neue Reglement auf. © Moy / XPB ImagesFIA schießt gegen Kritiker
Die FIA konnte sich einen kleinen Seitenhieb gegen die Kritiker aus dem Fahrerlager nicht verkneifen.
„Die Vorschriften für 2026 wurden in enger Zusammenarbeit mit den Teams, den OEMs, den Antriebsherstellern, dem Inhaber der kommerziellen Rechte und der FIA entwickelt und vereinbart, wobei alle Parteien am Verhandlungstisch saßen. In diesem Geist der Zusammenarbeit werden nun mögliche Änderungen diskutiert.“
Alle sind sich einig, dass es Änderungen am Reglement geben muss. Doch in einem Punkt hat der Weltverband recht: Auch die Kritiker haben den Daumen hoch für die neue Ära der Formel 1 gegeben.






















