Der vierte Testtag in Bahrain bot ein echtes Wechselbad der Gefühle. Während George Russell im Mercedes schnell und konstant fuhr, kämpften andere Teams mit der neuen Technik. Besonders die Bremszonen von Bahrain wurden heute zum Schauplatz von Fahrern am Limit.
Mercedes und McLaren an der Spitze
George Russel sicherte sich in seinem W17 die heutige Bestzeit mit 1:33.459. Nur ganz knapp dahinter setzte sich Oscar Piastri mit einem Rückstand von 0,010 Sekunden fest. Beide Teams überzeugten aber heute nicht nur durch Geschwindigkeit, sondern auch bei den Longruns bewiesen sie Stärke.
©IMAGO / PsnewZFerrari gut am Vormittag, Hamilton hat Anlaufschwierigkeiten
Ferrari-Pilot Charles Leclerc belegt den dritten Rang in der Tageswertung. Allerdings setzte er seine Zeit in der wenig repräsentativen Mittagshitze. Lewis Hamilton war am Nachmittag dran. Aber ein anderthalbstündiger Aufenthalt in der Boxengasse kostete ihn viel Zeit. Auslöser waren Modifikationen am Unterboden, die vorgenommen werden mussten. Am Ende des Tages kommt er immerhin auf 44 Runden.
©IMAGO / DeFodi ImagesRückschläge für Aston Martin und Red Bull
Aston Martin hat weiterhin mit Problemen zu kämpfen. Das Team rund um Fernando Alonso und Lance Stroll kam gerade mal auf 54 Runden und liegt damit in der Rundentabelle auf dem letzten Platz. Der Tiefpunkt: Ein Dreher von Lance Stroll endete im Kiesbett und löste eine rote Flagge aus.
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Danach hatten die Mechaniker auch noch mit Elektro-Komponenten zu kämpfen. Für das Team, das bereits letzte Woche viel Testzeit verloren hat, ein weiterer Rückschlag.
Aber auch Red Bull erlebt einen unglücklichen Tag. Isack Hadjar musste auf viel Testzeit verzichten. Ein mutmaßliches Motorproblem zwang ihn aus seinem Boliden. Hadjar, der als Einziger den gesamten Testtag fuhr kam am Ende gerade einmal auf 66 Runden.
Audi präsentiert sich als solide Kraft
Die Audi-Piloten Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto waren heute fleißig. Beide Fahrer landeten im Mittelfeld und konzentrierten sich auf die Longruns. Mit über 110 Runden absolvierte das Team mit die meisten Runden am heutigen Mittwoch.
©IMAGO / Anadolu AgencyCadillac trägt die rote Laterne
Mit über drei Sekunden Abstand zum Tageschnellsten George Russell sortierten sich die Cadillac-Piloten als die letzen beiden im Tableau ein. Auch bei den gefahrenen Runden befindet sich das Team eher unten als oben, die technischen Probleme wie die Aufhängung bei Sergio Perez kosteten das Team viel Zeit.
Qualmende Reifen: Der Kampf mit den neuen Bremszonen
Besonders auffällig heute: die weiße Rauchwolke, die fast im Minutentakt über dem Asphalt hing. Besonders Kurve 1 und Kurve 10 entwickelten sich zu echten Magneten für Verbremser. Fast jeder Pilot von Top-Fahrern wie George Russell bis hin zu Routiniers wie Fernando Alonso – musste mindestens einmal den Notausgang heute wählen oder machte gleich einen Ausritt ins Kiesbett.
Am spektakulärsten dürfte der Verbremser von Franco Colapinto im Alpine gewesen sein. Er schob seinen Boliden mit stehen Vorderrädern fast in die Absperrung.
Huge lock up for Colapinto 😤
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Das Endergebnis im Überblick
| Fahrer | Abstand zum Schnellsten | Runden |
|---|---|---|
| George Russell (Mercedes) | 1:33.459 | 76 |
| Oscar Piastri (McLaren) | +0.010 | 70 |
| Charles Leclerc (Ferrari) | +0.280 | 70 |
| Lando Norris (McLaren) | +0.593 | 54 |
| Kimi Antonelli (Mercedes) | +0.699 | 69 |
| Isack Hadjar (Red Bull) | +0.801 | 66 |
| Lewis Hamilton (Ferrari) | +0.840 | 44 |
| Carlos Sainz (Williams) | +1.654 | 55 |
| Franco Colapinto (Alpine) | +1.795 | 60 |
| Gabriel Bortoleto (Audi) | +1.804 | 60 |
| Alexander Albon (Williams) | +2.231 | 55 |
| Liam Lawson (Racing Bulls) | +2.294 | 61 |
| Oliver Bearman (Haas) | +2.319 | 42 |
| Pierre Gasly (Alpine) | +2.439 | 61 |
| Lance Stroll (Aston Martin) | +3.077 | 26 |
| Esteban Ocon (Haas) | +2.959 | 65 |
| Fernando Alonso (Aston Martin) | +3.077 | 28 |
| Nico Hülkenberg (Audi) | +3.282 | 49 |
| Arvid Lindblad (Racing Bulls) | +3.310 | 75 |
| Valtteri Bottas (Cadillac) | +3.339 | 35 |
| Sergio Perez (Cadillac) | +4.732 | 24 |
Die Testfahrten bieten noch keine repräsentativen Ergebnisse im Hinblick auf die kommende Saison.





