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„Für Taktiererei kein Platz“: Toto Wolff schießt gegen ADUO

Durch die ADUO-Regelung dürfen unterlegene Motoren weiterentwickelt werden. Mercedes-Teamchef Toto Wolff warnt vor den möglichen Folgen.

© Price / XPB Images

Mit dem neuen Motorenreglement startet die nächste Ära in der Formel-1-Geschichte. Doch Änderungen bringen vor allem eine Gefahr mit sich.

Wenn ein Motorenhersteller sich bei der ein oder anderen Komponente verkalkuliert, kann dies einen großen Nachteil haben, der die Formel 1 sicher nicht spannender macht.

Deshalb gibt es in der Formel 1 mittlerweile die „Additional Development and Upgrade Opportunities“, die Teams nutzen können, deren Motor zu weit von der Spitze weg ist.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff.Macht sich Toto Wolff Sorgen um die Vormachtsstellung von Mercedes? © IMAGO / NurPhoto

Wolff sorgt sich vor „Eingriffen in die aktuelle Wettbewerbsordnung“

Doch Toto Wolff macht sich Sorgen darum, dass Teams Mercedes durch diese Maßnahme einfach überholen könnten. Das machte der Österreicher in einer Medienrunde klar.

„Das Prinzip der ADUO bestand darin, Teams, die beim Antrieb im Hintertreffen sind, zu ermöglichen aufzuschließen, aber nicht zu überspringen.“

Es müsse klar sein, „dass für Taktiererei hier kein Platz ist, sondern dass die FIA im richtigen Geist in Bezug auf eine ADUO handelt.“

„Daher wäre ich tatsächlich sehr überrascht und enttäuscht, wenn ADUO-Entscheidungen, die getroffen wurden, zu irgendwelchen Eingriffen in die aktuelle Wettbewerbsordnung führen würden.“

Es ist natürlich klar, warum gerade Wolff diese Dinge anbringt. Zurzeit ist Mercedes kaum aufzuhalten. Jeder kleine Vorteil, den andere Teams in Zukunft bekommen könnten, ist gleichzeitig eine große Gefahr für die Vormachtsstellung der Silberpfeile.

Toto Wolff (l.) will Lawrence Stroll (r.) und Aston Martin unterstützen. © IMAGO / NurPhoto

Mercedes-Teamchef plädiert für Honda-Unterstützung

Der Mercedes-Teamchef verdeutlichte allerdings, dass es für ihn vor allem eine Ausnahme gäbe, bei der etwas gemacht werden muss.

„Es scheint mir, dass ein Motorenhersteller ein Problem hat, und dem müssen wir helfen, und dann liegen alle anderen ziemlich im selben Rahmen.“

Der Österreicher führte zwar nicht genau aus, welcher das sein soll, doch zwischen den Zeilen kann man ganz klar lesen, dass es um Honda oder, genauer gesagt, Aston Martin geht. Der Rennstall hinkt bislang völlig hinterher und konnte erst in Japan mit einem Auto ein Rennen beenden.

Wolff reicht also den kleinen Finger an ein Team, das Mercedes in dieser Saison sowieso nicht gefährden wird. Doch am Ende liegt die Entscheidung bei der FIA und die Regelungen kann man schwarz auf weiß lesen.

Nach dem Miami Grand Prix soll es wohl eine Entscheidung geben, welche Teams die Motoren weiterentwickeln dürfen. Spätestens dann könnte es wieder zu Diskussionen kommen – und einer wird dann ganz bestimmt wieder weit vorne mit dabei sein.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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