Otmar Szafnauer wurde als Teamchef in der Formel 1 nicht so richtig glücklich. Weder bei Aston Martin noch bei Alpine konnte er so richtig seinen Stempel aufdrücken.
In der Vergangenheit bekräftigte er mehrmals seine Pläne, mit einem eigenen Team in die Formel 1 einzusteigen. Doch mehrere Versuche verliefen erst einmal im Sand.
Van Amersfoort Racing freut sich über die Verpflichtung von Szafnauer (2.v.r.). © VARSzafnauer neuer Boss bei Van Amersfoort Racing
Jetzt scheint Szafnauer ernst machen zu wollen. Denn wie Van Amersfoort Racing kürzlich vermeldete, ist der US-Amerikaner bereits seit Februar CEO und Managing Partner des Rennstalls.
Teamchef Brad Joyce, der in der Formel 1 unter anderem Renningenieur von Adrian Sutil und Nico Hülkenberg war, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Otmars Erfahrung und Führungsqualitäten bereichern das Unternehmen um wertvolle Perspektiven. Seine Ernennung stärkt VAR erheblich, während wir uns weiterentwickeln und unsere langfristige Vision verfolgen.“
Auch Szafnauer selbst freut sich auf seine neue Aufgabe.
„Van Amersfoort Racing genießt einen hervorragenden Ruf für die Förderung von Talenten und für seine Spitzenleistungen in verschiedenen Rennserien. Ich freue mich darauf, eng mit der Führungsriege und dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, um die nächste Phase der Teamentwicklung voranzutreiben.“
Otmar Szafnauer will unbedingt in die Formel 1. © IMAGO / NurPhotoVan Amersfoort-Eigentümer und Szafnauer gemeinsam in die Formel 1?
Van Amersfoort Racing ist im Kosmos kein unbekannter Rennstall. Das niederländische Team wurde 1975 gegründet, war schon in mehreren Rennserien unterwegs und ist seit 2022 auch Teil der Formel 2. Fahrer wie Charles Leclerc, Max Verstappen und Mick Schumacher gehören fest zur Geschichte von VAR.
Nun soll wohl der nächste Schritt folgen, wie Szafnauer GPblog.com verriet: „Der Eigentümer und ich haben über eine potenzielle Zusammenarbeit bei einem Formel-1-Team nachgedacht, was immer noch passieren könnte, wenn etwas Interessantes zum Verkauf steht oder der Platz für das zwölfte Team frei wird.“
Eigentümer des Teams ist der Mexikaner Rafael Villagomez. Sein gleichnamiger Sohn geht derzeit für das Team in der Formel 2 an den Start.
Szafnauer berichtete, wie der Austausch zwischen ihm und dem Besitzer aussah.
„Im Zuge all dieser Diskussionen sagte er zu mir: ‚Nun, schau, warum hilfst du mir in der Zwischenzeit nicht bei Van Amersfoort?‘, da er Van Amersfoort erst vor ein paar Jahren gekauft und ausgebaut hat. Also sagte ich: ‚Okay, ich komme und helfe dir bei Van Amersfoort. Aber damit ich das tue, möchte ich nicht nur ein Angestellter sein. Ich möchte dein Partner sein.‘“
Könnte die Indy-Car-Serie eine Alternative für Szafnauer werden? © IMAGO / ZUMA Press WireEx-Teamchef hat Formel 1 fest im Visier – Indycar Plan B?
In Zukunft könnten beide zusammen in die Formel 1 stürmen – sollte sich eine Chance ergeben. „Wenn sie die Möglichkeit für ein zwölftes Team eröffnen, wollen wir das auch machen oder uns einkaufen“, machte Szafnauer klar.
Allerdings werden auch andere Möglichkeiten, wie ein Einstieg in die Indycar-Serie, abgewogen.
„Wir wollen strategisch expandieren, mit dem Ziel, den Wert des gesamten Unternehmens zu steigern.“
Wie ein mögliches Formel-1-Team heißen könnte, ist noch unklar, allerdings gibt Szafnauer einen kleinen Hinweis.
„Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Das ist nicht meine Entscheidung, aber Rafael hat Van Amersfoort gekauft und er hat den Namen nicht geändert. Es hat eine 51-jährige Geschichte.“
Die Hürden für ein zwölftes Team in der Formel 1 sind weiter hoch. Allerdings könnte der Amerikaner mit seinen Kontakten und den strategischen Plänen eines Tages zu einem ernstzunehmenden Kandidaten werden.

























