Wenn sich einer gut an den Großen Preis von Indien zurückerinnern kann, dann wohl Sebastian Vettel. Von 2011 bis 2013 gehörte der Grand Prix zum Rennkalender, der Deutsche gewann alle Ausgaben.
Doch wenige Zuschauer, bürokratische Hürden, finanzielle Probleme und die zu hohen Steuern, die die Teams aufbringen mussten, sorgten dafür, dass das Rennen relativ schnell wieder Geschichte war.
Setfano Domenicali und seine Formel 1 werden wohl vorerst nicht nach Indien zurückkehren. © IMAGO / NurPhotoIndiens Sportminister prescht vor – Formel 1 rudert zurück
Nun sorgte Indiens Sportminister Mansukh Mandaviya mit einer Hammer-Aussage für Wirbel.
„2027 wird es in Indien ein Formel-1-Rennen geben. Das erste Rennen findet auf dem Buddh International Circuit statt.“
Mandaviya machte klar, dass es noch weitere sechs Monate dauern würde, bis die Einzelheiten geklärt seien, und er wolle zusammen mit der Regierung dafür sorgen, „die steuerlichen Erleichterungen zu erwirken, die bisher ein Streitpunkt waren“.
Dass die Formel 1 2027 zurückkehrt, ist derzeit mehr als fraglich, wie die Rennserie auch gegenüber RacingNews365 bestätigte.
„Obwohl Indien mit seiner fantastischen, leidenschaftlichen Fangemeinde ein wertvoller Markt für das weitere Wachstum der Formel 1 ist, werden wir dort 2027 keine Rennen austragen.“
Mansukh Mandaviya will die Formel 1 wieder nach Indien lotsen © IMAGO / ANI NewsWill sich Indien ins Gespräch bringen?
Hinter der klaren Aussage von Mandaviya könnte Kalkül stecken. Mit einem solchen Vorstoß bringt man sich natürlich selbst ins Gespräch.
Allerdings machte die Formel 1 klar, dass das Land große Konkurrenz habe. „Das Interesse an der Ausrichtung von Formel-1-Veranstaltungen war noch nie so groß wie heute“, zudem seien die Plätze im Kalender begrenzt.
Allerdings konnte man bereits in der Vergangenheit feststellen, wie schwer sich einige Strecken tun, überhaupt die finanziellen Mittel und die Infrastruktur für einen Formel-1-Grand-Prix bereitzustellen. Während man im Nahen Osten damit eher keine Probleme hat, sind in Europa einige Strecken wie der Hockenheimring schon länger von der Bildfläche verschwunden.
In Zukunft könnten auch weitere europäische Standorte folgen. Dann wären Länder wie Indien, sofern sie den finanziellen Rahmen klären können, schnell wieder im Rennen. Mansukh Mandaviya hat sein Land plötzlich wieder in den Fokus gerückt.

























