Schon seit Längerem werden zahlreiche Personalien in und um die Formel 1 heiß diskutiert. In dieser Woche nahmen einige Gerüchte Fahrt auf.
Neue Türen gingen auf, einige wurden verbal geschlossen – und doch bleiben am Ende des Tages viele Fragen. Zudem trauert die Motorsportwelt um zwei große Menschen – einer fehlt schon lange, einer starb nun auf tragische Weise. Unser Wochenrückblick.
Lewis Hamilton bleibt der Formel 1 erhalten. © IMAGO / PsnewZHamilton schließt Tür zu Formel-1-Rücktritt
In der vergangenen Woche berichteten wir davon, dass mehrere Quellen davon berichteten, dass Lewis Hamilton schon bald seinen Rennhelm an den Nagel hängen könnte. Doch beim Media Day in Montreal machte der Ferrari-Pilot klar, dass er noch lange nicht ans Aufhören denkt.
„Ich werde noch eine ganze Weile hier sein, also gewöhnt euch besser daran.“
Hamilton soll auch in der kommenden Saison im Ferrari-Cockpit sitzen. In dieser Saison ist es zumindest teilweise besser gelaufen, als in seinem Debütjahr bei der Scuderia. Auch in Zukunft wird der Brite alles dafür geben, um endlich wieder richtig erfolgreich zu sein.
Bleibt Max Verstappen auch in der Formel 1? © IMAGO / PsnewZAuch Verstappen bleibt der Formel 1 wohl erhalten
Genauso wie Hamilton wird wohl auch Max Verstappen im nächsten Jahr in einem Formel-1-Cockpit sitzen. Der Niederländer machte gegenüber dem Telegraaf klar, dass er bleiben würde, außer es würden „sehr verrückte Dinge“ passieren.
Diese „verrückten Dinge“ betreffen wohl die Regeländerungen, die für das nächste Jahr angedacht sind. Dort soll nämlich der Anteil des Verbrenners auf ca. 60% ansteigen. Da der Niederländer kein Fan des Batterieantriebs ist, kommt ihm das natürlich gelegen.
Doch noch sollen sich einige Teams wie Ferrari gegen eine solche Änderung sträuben. Sollte die angedachte Anpassung also blockiert werden, könnte Verstappen noch einmal ins Grübeln kommen, denn am Montreal-Wochenende wirkte er wieder mehr als unzufrieden.
Ocon muss um sein Cockpit fürchten. © IMAGO / NurPhotoOcon könnte Cockpit schon bald verlieren – Tsunoda als Ersatz?
Die Reise von Veteran Esteban Ocon bei Haas könnte schon bald ein Ende finden. Seine Leistungen sind durchwachsen und auch Teamchef Ayao Komatsu soll laut übereinstimmenden Medienberichten kein Fan des Franzosen sein. Bereits in der Sommerpause könnte für den Haas-Piloten Schluss sein.
Als möglicher Nachfolger wird derzeit hauptsächlich Ex-Red-Bull-Pilot Yuki Tsunoda ins Spiel gebracht. Titelsponsor Toyota will wohl dafür sorgen, dass ein japanischer Fahrer ein Cockpit beim Rennstall erhält. Da wäre Tsunoda wohl derzeit die naheliegendste Alternative. Nun hat Ocon aber erst einmal noch ein bisschen Zeit, um die Verantwortlichen zu überzeugen.
Stella Li und Christian Horner sollen in Kontakt stehen. © IMAGO / ABACAPRESSFür Horner geht eine Tür auf
Doch nicht nur bei den Fahrern brodelt die Gerüchteküche, immer wieder schafft es auch ein ehemaliger Teamchef, in den Schlagzeilen aufzutauchen. Christian Horner wird seit seinem Aus bei Red Bull mit einigen Teams in Verbindung gebracht. Alpine und Aston Martin werden als mögliche Stationen genannt.
Doch nun scheint es eine weitere Option für den Briten zu geben. Denn laut einem Bericht von PlanetF1 soll sich Horner schon mehrfach mit BYD-Vizepräsidentin Stella Li getroffen haben. Der chinesische Riese auf dem Markt der Elektrofahrzeuge soll in die Formel 1 drängen. Eine Team-Übernahme ist ebenso eine Möglichkeit, wie die Gründung eines zwölften Teams. Die Expertise von Horner könnte wichtig sein, um einen neuen Rennstall aufbauen zu können. Wie weit die Pläne allerdings sind, ist bislang völlig unklar.
Niki Lauda starb vor knapp sieben Jahren. © IMAGO / Sven SimonLauda fehlt der Formel 1
Am 20. Mai 2019 starb Niki Lauda. Seit nun sieben Jahren hinterlässt er eine große Lücke in der Motorsportwelt. In der Vergangenheit machten Stars wie Lewis Hamilton, Toto Wolff oder Helmut Marko klar, wie sehr sie den Österreicher in der Formel 1 vermissen.
Auch in den Kommentarspalten der sozialen Medien konnte man in dieser Woche bestaunen, wie angesehen Lauda wirklich ist. Er war nicht nur ein unglaublicher Motorsportler, sondern auch ein beeindruckender und inspirierender Mensch, zu dem alle aufgeschaut haben. Niki fehlt der Formel 1 noch immer.
Kyle Busch war eine echte Nascar-Legende. © IMAGO / Icon SportswireMotorsportwelt trauert um NASCAR-Legende Kyle Busch
22 Jahre in der höchsten Nascar-Division, zweimal durfte er die Cup-Series gewinnen – in seinem Bereich gehörte Kyle Busch zweifelsfrei zu den größten Motorsportlern seiner Zunft.
In dieser Woche schockierte die Meldung, dass der erst 41-Jährige gestorben sei, die Motorsportwelt. Aufgrund einer Lungenentzündung, die sich zu einer Sepsis entwickelte, starb der NASCAR-Star in kürzester Zeit.
Der Motorsportverband meldete sich mit einem emotionalen Statement auf der offiziellen Website.
„Unsere gesamte Nascar-Familie ist zutiefst erschüttert über den Verlust von Kyle Busch. Als zukünftiges Mitglied der Hall of Fame war Kyle ein außergewöhnliches Talent, wie es nur einmal in einer Generation vorkommt«, erklärte der Motorsportverband. Er war kämpferisch, er war leidenschaftlich, er war unglaublich talentiert, und ihm lagen der Sport und die Fans sehr am Herzen.“
Busch hinterlässt seine Frau, zwei Kinder und seine Eltern. Teamchef Richard Childress hat Buschs Nummer 8 nun für seinen elfjährigen Sohn reserviert, falls dieser es eines Tages in die Nascar-Serie schafft.




































