In der letzten Video-Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Monat Mai geht es an diesem Donnerstag um Geld, Druck, Perspektive und Macht.
Gucci macht Alpine zum Luxus-Projekt der Formel 1
Alpine hat den bislang wohl größten Sponsoren-Coup seiner jüngeren Formel-1-Geschichte offiziell bestätigt. Ab 2027 wird das Team unter dem Namen „Gucci Racing Alpine Formula One Team“ antreten. Damit steigt erstmals ein großes Luxusmodehaus als Titelsponsor eines Formel-1-Teams ein.
Nach übereinstimmenden Berichten soll der Deal Alpine jährlich zwischen 50 und 60 Millionen US-Dollar einbringen. Insgesamt bewegt sich die Vereinbarung offenbar in einer Größenordnung von rund 150 Millionen Dollar über mehrere Jahre hinweg.
Doch der Einstieg geht weit über klassisches Sponsoring hinaus. Gucci plant gemeinsam mit Alpine eine eigene globale Markenplattform mit exklusiven Events, neuen Produktlinien und umfangreichen Aktivierungen rund um die Formel 1. Auch optisch dürfte sich das Team deutlich verändern: Statt der bisherigen pink-blauen BWT-Optik soll künftig ein deutlich luxuriöseres Design mit Schwarz- und Goldtönen dominieren.
Für Alpine ist der Vertrag vor allem ein klares Signal an die Konkurrenz. Das Team will sich langfristig größer, internationaler und wirtschaftlich stärker positionieren – gleichzeitig bleibt der sportliche Druck hoch. Flavio Briatore machte zuletzt erneut deutlich, dass Alpine neben starken Partnern vor allem ein konkurrenzfähiges Auto brauche.
©IMAGO / Michael PottsCadillac unter Druck – Pérez und Bottas im Mittelpunkt
Auch beim neuen Cadillac-Team reißen die Diskussionen rund um die Fahrer nicht ab. Während Sergio Pérez zuletzt mit mehreren Teams in Verbindung gebracht wurde, halten sich parallel die Gerüchte um einen möglichen vorzeitigen Bottas-Abschied.
Cadillac selbst hat entsprechende Spekulationen inzwischen klar zurückgewiesen. Trotzdem bleibt die Lage angespannt: Nach fünf Rennen steht das Team weiterhin ohne Punkte da, und besonders Bottas gerät sportlich zunehmend unter Druck.
In der aktuellen RACE-CONTROL-Sendung hatte Marc Surer die Diskussion um Bottas allerdings kritisch eingeordnet. Aus seiner Sicht lägen Cadillacs Probleme derzeit deutlich stärker beim Auto als bei den Fahrern selbst. Ein Fahrertausch würde deshalb kaum die eigentliche Baustelle lösen.
Gleichzeitig wird weiter über mögliche Alternativen spekuliert. Unter anderem fällt immer wieder der Name Colton Herta, der langfristig als wichtiger US-Fahrer für Cadillac aufgebaut werden könnte.
©XPB ImagesFIA-Präsident Ben Sulayem sorgt für neue Machtdebatte
Auch innerhalb der FIA selbst bahnt sich die nächste Grundsatzdiskussion an. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem will die bisherige Begrenzung der Amtszeiten für das höchste Amt im Weltverband abschaffen.
Bislang sind maximal drei Amtszeiten vorgesehen. Sollte die geplante Änderung beschlossen werden, könnte Ben Sulayem theoretisch deutlich länger im Amt bleiben.
Kritik kommt bereits von mehreren Seiten. Gegner der Reform warnen vor zu großer Machtkonzentration und einer weiteren Abschottung innerhalb der FIA-Strukturen. Gleichzeitig plant der Weltverband offenbar zusätzliche Änderungen an den Voraussetzungen für künftige Präsidentschaftskandidaten.
Damit entwickelt sich die Diskussion längst zu mehr als nur einer formalen Regeländerung. Im Kern geht es um die Frage, wie offen und demokratisch die FIA künftig geführt werden soll – und wie viel Einfluss der amtierende Präsident langfristig behalten möchte.
Weitere Themen der Sendung
Außerdem ging es in der heutigen Ausgabe um Mick Schumachers ersten öffentlichen Auftritt mit seiner neuen Partnerin Clara Ramos sowie um eine kuriose Nachricht aus der Wissenschaft: Eine neu entdeckte Wespen-Art wurde offiziell nach McLaren-Pilot Oscar Piastri benannt.




































