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Wochenrückblick

Regelverwirrung, Sainz-Wunsch und viel Meckerei: Die Woche in der Formel 1

Die Formel-1-Woche wurde von Regelverwirrung, einem skurrilen Sainz-Wunsch und viel Meckerei geprägt. Unser Wochenrückblick

©IMAGO / ABACAPRESS / ZUMA Press / Nordphoto / Getty Images / Red Bull

Nach Monaco und Barcelona bekam die Formel 1 zumindest für eine Woche mal eine Verschnaufpause. Doch beide Rennen hallten immer noch nach. Unser Wochenrückblick.

Toto Wolff wollte sich die Russell-Strafe genau anschauen. © Rew / XPB Images

Mercedes legt Right of Review ein – zieht es dann aber wieder zurück

Vor allem das Monaco-Rennen sorgte immer noch für Schlagzeilen. Denn die Diskussionen um die Pitlane-Farce sollten noch weitergehen. Nachdem Alpine und Pierre Gasly das Podium im Fürstentum zurückbekommen hatten, legte auch Mercedes ein Right of Review ein, dem stattgegeben wurde.

Bevor allerdings eine Entscheidung bezüglich George Russell, der aus den Punkten fiel, getroffen wurde, zog Mercedes die Option bereits wieder zurück. In einem offiziellen Statement äußerte sich der Rennstall.

Zusammenfassend erklärte Mercedes, dass man in gemeinsamen Gesprächen mit der FIA und der Formel 1 erkannt habe, dass man die Monaco-Geschehnisse aufarbeiten wolle. Daraufhin habe man entschieden, dass man das Right of Review im Sinne des Sports zurückziehen wolle.

Die Berufung, die McLaren und Red Bull gegen das Gasly-Podium eingelegt haben, ist allerdings noch nicht vom Tisch. Beide Teams halten weiter an den Entscheidungen fest. Das Monaco-Drama ist also noch im vollen Gange.

Mekies will mit der FIA ins Gespräch kommen. © Bearne / XPB Images

Red Bull weiter gegen ADUO-Entscheidung

Red Bull kämpft auch noch an einer anderen Stelle gegen eine Entscheidung. Denn der Rennstall soll laut den FIA-Ergebnissen nicht unter das ADUO fallen, weil man laut Messungen den besten Motor habe.

Teamchef Laurent Mekies kann das nicht verstehen und will nun das Gespräch mit der FIA suchen.

„Wir würden uns auf jeden Fall gerne eingehender darüber unterhalten, da wir keine einzige Datenauswertung sehen, die darauf hindeutet, dass wir einen Vorteil gegenüber unseren Freunden bei Mercedes hätten.“

Red Bull will vor allem die Qualifying-Ergebnisse auf den Tisch bringen, die zeigen würden, dass man nicht den besten Motor haben könne. Zurzeit ist noch völlig unklar, in welche Richtung dieses Pendel in Zukunft schlagen wird.

Für Carlos Sainz hat die Formel 1 viel mit Glück zu tun. © Patching / XPB Images

Sainz schlägt skurrile Formel-1-Reform vor

Um die Zukunft der Formel 1 macht sich auch Carlos Sainz Gedanken. In einem Interview mit dem spanischen Portal mundodeportivo brachte der Spanier eine verrückte Idee auf den Tisch.

„Ich habe eine Idee für die Formel 1: zwei Rennen mit jedem Auto des Feldes während der Saison zu fahren. Dann ist der Fahrer Teil der Formel 1, nicht Teil eines Teams, er ist ein Kunde, den die Formel 1 einstellt, um die Autos zu fahren.“

Sainz habe zwar kein Problem mit der jetzigen Formel 1, doch zurzeit müsse man Glück haben, um „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“  zu sein. Doch derzeit gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass vor allem die Teams einem solchen Formel-1-Wandel zustimmen würden.

Bei Red Bull läuft es in dieser Saison nicht zufriedenstellend. © Moy / XPB Images

Verstappen und Hadjar weiter unzufrieden

Bei Red Bull sind nicht nur die Teamverantwortlichen zurzeit mehr als unzufrieden, auch die Fahrer kämpfen an mehreren Fronten gegen Widerstände an. Max Verstappen kritisierte jüngst mal wieder das neue Reglement und auch die neuen Änderungen scheinen dem Niederländer nicht zu reichen.

In einem Interview mit Viaplay machte der Niederländer klar, was er sich wünschen würde.

„Ich würde mir wünschen, dass es einfach hundert wären. Ja, dass es einfach ein normaler Motor wäre, statt all diesem Unsinn. Ich bin schon immer mit Hybridmotoren gefahren, aber bisher lag das Verhältnis bei 70:30 oder 75:25.“

Außerdem unterstütze er die V8-Pläne von Mohammed Ben Sulayem. Während Verstappen in die Zukunft schaut, befindet sich Hadjar im „Hier und Jetzt“ und griff in dieser Woche sein Team relativ deutlich an.

Dem jungen Franzosen gehen vor allem die Startprobleme beim Rennstall gegen den Strich. Beim Start in Barcelona verlor er mehrere Plätze und fuhr dann ein relativ einsames Rennen, nachdem er die Mittelfeldteams überholt hatte.

Red Bull wird sich in den kommenden Wochen steigern müssen. Sonst werden die Fahrer weiterhin meckern.

Toto Wolff und Nico Rosberg brachten Mercedes an die Spitze. © Bearne / XPB Images

Rosberg schießt gegen Wolff

Einen nicht ganz ernst gemeinten Angriff musste auch Toto Wolff in dieser Woche über sich ergehen lassen.

In einem Interview mit Sky Sports machte der Mercedes-Teamchef klar, dass Antonelli keinen Vertrag unterschreiben musste, bei dem versichert wird, dass die Fahrer bei gegenseitigen Unfällen die Kosten jeweils zu 50 Prozent tragen müssen.

Rosberg bezeichnete ihn daraufhin als zu „soft“. Doch der Mercedes-Teamchef versprach seinem Ex-Fahrer, dass es zu einem solchen Vertrag kommen könnte, wenn eine solche Kollision passiere. Mercedes hofft natürlich, dass es nicht noch einmal zum Krieg der Sterne kommt.

Viele Diskussionen – wenig Bewegung

In dieser Woche gab es in der Formel 1 einige Diskussionen, allerdings wurden kaum bis gar keine großen Entscheidungen getroffen. Es ist wirklich so, als hätte sich die Königsklasse des Motorsports eine kleine Verschnaufpause gegönnt.

Am kommenden Wochenende geht es endlich weiter mit Racing. Spielberg steht an und ist damit der Vorbote eines heißen Julis in der Formel 1.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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