Eigentlich ist die ADUO-Entscheidung schon längst gefallen. Laut einer FIA-Analyse hat Red Bull den besten Motor des Feldes und alle anderen Hersteller dürfen mindestens ein Update in diesem und im nächsten Jahr bringen.
Doch der österreichische Rennstall forderte die FIA auf, sich die Entscheidung noch einmal anzuschauen. Seitdem ist die Situation unklar.
Laurent Mekies glaubt nicht an einen Motoren-Vorteil von Red Bull.Mekies bezweifelt Red-Bull-Vorteil
In einer Medienrunde verdeutlichte Laurent Mekies, warum Red Bull das Gespräch mit der FIA suchen will.
Man habe bei Red Bull „dass die Regel besagt, man solle lediglich versuchen, die Rangordnung der ICE-Leistung einzuschätzen“. Bei der Bewertung der FIA wird die Batterie nicht einberechnet. Darauf hatten sich alle Hersteller, bevor das Reglement in Stein gemeißelt wurde, geeinigt.
„Wir würden uns auf jeden Fall gerne eingehender darüber unterhalten, da wir keine einzige Datenauswertung sehen, die darauf hindeutet, dass wir einen Vorteil gegenüber unseren Freunden bei Mercedes hätten.“
Mercedes gilt in dieser Saison als das dominante Team und hat außer beim letzten Rennen in Barcelona überall oben auf dem Podium gestanden. Trotzdem kam die FIA zu dem Ergebnis, dass der Mercedes-Motor schlechter sei, als vermutet.
Red Bull hat in dieser Saison weder eine Pole, noch einen Sieg geholt. © IMAGO / Marco CanonieroRed Bull zieht Qualifying-Ergebnisse heran
Mekies machte klar, dass man absolut sicher bei der Rangliste sein müsse, um „den Vorteil dem dominanten Team zuzusprechen und nicht dem Team, das diesem hinterherjagt“. Vor allem müssten auch Leistungsschwankungen verschiedener Strecken einbezogen werden.
Für den Red-Bull-Teamchef zeigen die Qualifying-Ergebnisse perfekt, dass man nicht den besten Motor haben kann.
„Man fährt also nach Kanada, wo die Leistungsempfindlichkeit des Verbrennungsmotors hoch ist, und qualifiziert sich als Sechster. Man fährt nach Monaco, wo die Leistungsempfindlichkeit des Verbrennungsmotors gering ist, und liegt in der Qualifikation nur etwa vier Hundertstelsekunden hinter der Pole-Position. Man fährt nach Barcelona, wo die Leistungsempfindlichkeit des Verbrennungsmotors wieder hoch ist, und qualifiziert sich erneut als Sechster.“
Red Bull würde sich in keinem Punkt über der Konkurrenz sehen, vor allem auch, wenn es um die Konstanz der Leistungen geht. Ob das Team es am Ende schaffen wird, die FIA umzustimmen, ist bislang völlig unklar.
Rund um das Heimspiel in Österreich könnte es jedenfalls Gespräche geben. Doch Klarheit muss schnell herrschen, da die Hersteller wissen müssen, ob sie ihre Motoren upgraden dürfen.




































