In dieser Formel-1-Woche dominierte vor allem Red Bull die Schlagzeilen. Enthüllung, geplatzte und bestätigte Wechsel sorgten für ordentlich Trubel bei den Bullen.
Währenddessen stand bei Honda und Lewis Hamilton vor allem das Motoren-Thema auf der Agenda. Der Wochenrückblick.
Tom Hart wird Renningenieur von Max Verstappen. © Batchelor / XPB ImagesRed Bull hält Mitarbeiter mit neuer Rolle
Formel-1-Journalist Erik van Haren sorgte am Rennwochenende für gute Nachrichten bei Red Bull. Denn Ingenieur Tom Hart, der eigentlich zu Williams wechseln sollte, bleibt den Bullen erhalten.
Seine neue Rolle ist sogar ziemlich groß, denn ab der kommenden Saison soll er Gianpiero Lambiase als Renningenieur von Max Verstappen ersetzen. In diesem Jahr soll er bereits vereinzelt Einsätze erhalten, um die Chemie zum Niederländer aufzubauen.
Laut einem ESPN-Bericht soll die Tendenz bei Verstappen zurzeit zu einem Verbleib beim Rennstall umgeschlagen sein. Überragende Nachrichten für den österreichischen Rennstall nach turbulenten Wochen.
Günther Steiner glaubt an einen Verstappen-Verbleib. © Rew / XPB ImagesSteiner glaubt an Verstappen-Verbleib – und an Druck für Mick Schumacher
Auch Günther Steiner machte im Podcast The Red Flags klar, dass er glaubt, dass Verstappen bei Red Bull bleibt. Der Italiener vermutete, dass Verstappen einen verganenen Wechsel zu Mercedes bereue.
Nun sei die Tür für ihn scheinbar zu. Auch an einen Wechsel zu McLaren glaubte er nicht, da das Team sich auf einem ähnlichen Niveau wie Red Bull befände.
Bei Mick Schumacher ist der Ex-Haas-Teamchef bezüglich seiner Indcar-Leistungen noch entspannt. Doch im nächsten Jahr müsse Schumacher beweisen, dass er das Zeug für die Serie habe. Ansonsten drohe dem Deutschen der nächste Rausschmiss.
Sergio Perez hatte bei Red Bull teilweise eine harte Zeit. © Bearne / XPB ImagesPerez enthüllt klare Verstappen-Bevorzugung
Auch Perez wurde vor einiger Zeit bei seinem Rennstall rausgeschmissen. Und das nach einigen Jahren als Top-Teamkollege von Max Verstappen. Bereits bei seiner Ankunft beim Rennstall habe ihm der ehemalige Teamchef Christian Horner klargemacht, wie es im Team laufe.
„Als ich Christian zum ersten Mal traf, sagte er mir: ‚Ich meine, wir fahren mit zwei Autos Rennen, weil wir das müssen, weißt du? Sonst wären wir total glücklich, wenn wir nur mit einem Auto fahren könnten. Alles dreht sich um Max. Wir wollen die Meisterschaft gewinnen.‘ So klar hat er es ausgedrückt.“
Perez habe sich sogar psychologische Hilfe geholt, um die mental schwierige Situation. Bereits in der Vergangenheit musste der Mexikaner eine harte Zeit durchmachen.
Denn nach eigenen Aussagen lag seine Zukunft eigentlich bei Aston Martin, bevor der Rennstall Sebastian Vettel verpflichtete und Perez vor die Tür setzte. Nun will der Mexikaner allerdings nach vorne schauen und mit Cadillac Stück für Stück konkurrenzfähig werden.
Ein verbesserter Honda-Motor wird erst nach der Sommerpause eintreffen. © Bearne / XPB ImagesHonda Motorenupgrade erst nach der Sommerpause
Für Aston Martin gibt es derzeit keine wirklich guten Nachrichten. Auch wenn das Team auf das große Chassis-Upgrade in Ungarn hofft, ist die sportliche Situation weiter prekär.
Denn auch der Motor ist weiterhin nicht auf Formel-1-Niveau. Und Shintaro Orihara, der Chefingenieur des Formel-1-Motorprogramms, machte nun klar, dass dort kein Upgrade vor der Sommerpause zu erwarten ist.
„Wir haben noch zwei Rennen vor uns, bevor wir den neuen Motor einführen. Es ist wichtig, mit der aktuellen Spezifikation weiterzulernen, damit wir die Erkenntnisse zum Energieeinsatz in zukünftige Rennen einfließen lassen können – wie zum Beispiel in Monza, wo es ebenfalls lange Geraden gibt.“
Erst nach der Sommerpause dürfte Aston Martin wohl damit rechnen, Anschluss an das Mittelfeld der Formel 1 zu finden. Es könnte das Licht am Ende des Tunnels sein – oder aber ein komplettes Desaster werden.
Muss Lewis Hamilton seinen WM-Traum begraben? © Batchelor / XPB ImagesHamilton glaubt nicht an schnelle Motoren-Aufholjagd
Auch bei Ferrari dreht sich zurzeit viel um den Motor. Zwar kann der Rennstall immer besser mit Mercedes mithalten, doch vor allem der Antrieb der Scuderia scheint immer noch ein Stück weit schlechter zu sein, als der Motor von Mercedes.
Den Fahrern sind in diesem Punkt die Hände gebunden, wie der Brite nun in einer Medienrunde klarmachte. Er glaubt, dass das Motorendefizit nicht allzu schnell wieder aufgeholt werden kann.
„Man muss verstehen, dass es Monate dauert, Änderungen zu entwerfen und umzusetzen, um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten, und das Erstaunlichste ist, dass das Team ein zuverlässiges Auto und einen zuverlässigen Motor gebaut hat und wir nun dank der Regeländerung auf dieser Grundlage aufbauen können.“
Ferrari muss also erst einmal mit einem gewissen Motorenrückstand klarkommen. Doch vor allem beim Chassis scheint der italienische Rennstall extrem gut unterwegs zu sein. Die Hoffnung auf einen WM-Kampf muss also noch lange nicht aufgegeben werden.




































