Die Motorenhersteller konnten die erste ADUO-Entscheidung in dieser Saison gar nicht abwarten, denn vorher wusste man nur grob, wo welcher Motor denn steht.
Nun gibt es eine offizielle Entscheidung. Nur ein Motorenhersteller darf keine Upgrades durchführen – und es ist nicht Mercedes.
Red Bull hat wohl den stärksten Motor im Feld. © IMAGO / justpictures.chRed Bull überraschend in Führung – Mercedes darf upgraden
Denn die wohl größte Überraschung ist, dass der Red-Bull-Motor laut übereinstimmenden Medienberichten klar der stärkste Motor des gesamten Feldes sein soll. Da der Mercedes-Motor sogar mehr als 2 Prozent schlechter sein soll, gibt es in dieser Saison und in der nächsten Saison ein Upgrade.
Ferrari und Audi sollen zwischen 4 und 6 Prozent schlechter sein und bekommen damit zwei Upgrade-Pakete im Jahr 2026 und 2027. Wie erwartet ist die Situation bei Honda noch schlechter.
Sie fallen unter die neu hinzugefügte Grenze zwischen 6 und 8 Prozent und bekommen damit zusätzlich zu den beiden Upgrades in diesem und dem kommenden Jahr noch mehr Budget und Zeit, um den Motor entwickeln zu dürfen.
Die genauen Messtechniken und detaillierte Ergebnisse werden wohl nicht herausgegeben. Die Entscheidung scheint allerdings klar auf der Hand zu liegen.
Fernando Alonso und Co. brauche dringend Hilfe. © IMAGO / justpictures.chADUO hebt Bugetobergrenze an
Die ADUO-Regelung hat außerdem den Vorteil, dass die Budgetobergrenze und die Entwicklungsstunden zusätzlich angehoben werden.
Jedes Team, das 4–6 Prozent hinter den Vorgaben liegt, erhält 4,65 Millionen Dollar und 100 Entwicklungsstunden. Ein Hersteller, der 6–8 Prozent hinter den Vorgaben liegt, erhält 6,35 Millionen Dollar und 150 Entwicklungsstunden.
Auch, wenn es sich gut anhört, den besten Motor zu haben, ist das ein Rückschlag für Red Bull. Denn der Rennstall hinkte sowieso schon in einigen Rennen hinterher und muss nun befürchten, wieder ins Hintertreffen zu geraten.
Auf der anderen Seite jubelt vorwiegend Dominator Mercedes. Das ohnehin schon stärkste Team darf den Motor upgraden – besser geht es für die Silberpfeile nicht. Ferrari und Audi sind zumindest noch deutlich mehr im Hintertreffen als Mercedes und könnten dadurch vielleicht aufholen. Vor allem auf der Geraden benötigt die Scuderia Power.
Wann und wo die neuen Updates erscheinen werden, ist derzeit noch völlig unklar. Einzig Ferrari scheint bereits einen Plan zu haben, wann die Motorenupgrades kommen könnten.




































