Isack Hadjar liefert in der Formel 1 ab. Der ehemalige Schützling von Peter Bayer und den Racing Bulls etabliert sich mittlerweile auch bei einem Top-Team wie Red Bull und sorgt für Furore.
Viele befürchteten, dass der Schritt des Franzosen zum österreichischen Rennstall zu früh kommen könnte, auch weil Talente wie Yuki Tsunoda und Liam Lawson krachend gescheitert sind. Doch davon spricht derzeit niemand mehr.
Peter Bayer ließ Isack Hadjar schweren Herzens ziehen. © IMAGO / PsnewZHadjar-Zweifel von Bayer aus Eigeninteresse
Auch Peter Bayer warnte in der Vergangenheit davor, dass ein Hadjar-Wechsel zum Schwesterteam zu früh kommen könnte. Doch in einem exklusiven Interview mit Champ1 enthüllte der CEO der Racing Bulls, dass hinter den Aussagen Kalkül steckte.
„Wenn wir zu diesen Themen befragt werden, dann schwingt ja in der Antwort immer ein gewisses Eigeninteresse mit, weißt du? Und das Eigeninteresse in dieser Situation war natürlich, Isaac noch länger bei Racing Booms zu behalten, weil du natürlich ein solches Jahrhunderttalent hast, und das haben wir sehr, sehr schnell gewusst, genauso wie bei Arvid, das passiert nicht so oft.“
Am Ende entschied sich Red Bull dennoch, den Franzosen ziehen zu lassen. Hadjar zahlt das Vertrauen mit überragenden Leistungen zurück. Auch seine Aufholjagd in Spa sorgte für begeisterte Reaktionen – unter anderem von Timo Glock und Champ1-Experte Marc Surer.
Doch mit Arvid Lindblad wartet bereits das nächste Top-Talent auf den großen Durchbruch. Es wirkt, als wäre der Talentpool des Teams nahezu unausschöpflich.
Peter Bayer schwärmt von seinem eigenen Team. © Batchelor / XPB ImagesRacing Bulls die besten Ausbilder der Formel 1?
Bayer bezeichnete die Racing Bulls als „größten Talenteentwickler“ der Formel 1. Zusammen mit den vier Fahrern beider Teams und Carlos Sainz, Pierre Gasly und Alex Albon habe man derzeit sieben Fahrer, die eine Vergangenheit beim Team haben. Auch in vielen anderen Rennserien habe man erfolgreiche Fahrer ausgebildet.
„Deswegen versucht man manchmal ein bisschen mit zu beeinflussen, dass der Fahrer noch möglichst lange bei dir im Team bleibt. Aber da habe ich ein gespaltenes Herz.“
Trotz des Abgangs von Hadjar können die Racing Bulls mit dieser Saison und dem Fahrerduo zufrieden sein. Auch ohne den Red-Bull-Star hat man ein klares Ziel – Platz 5 in der Konstrukteurswertung abzusichern.
Noch ist man mit Alpine aufgrund des Gasly-Podiums und der Strafen-Farce in Monaco punktgleich. „Wir holen uns die auf der Strecke“, machte der Österreicher klar.































