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Formel 1 News

Stella spricht über Pläne von McLaren-Macarena-Flügel

Im freien Training testete McLaren ihre eigene Version des Macarena-Flügels. Im Rennen kam er nicht zum Einsatz. Teamchef Stella erklärte nun wieso.

© IMAGO / NurPhoto

Ferrari waren die Vorreiter des innovativen Heckflügels, der sich schnell den Namen Macarena-Flügel verdiente. Die Innovation und die Namensgebung liegen an der kompletten Rotation des Flügels. Zuvor war man es gewohnt, dass sich der Flügel nur flach stellte, um den Luftwiderstand zu verringern. Im freien Training in Ungarn testete McLaren zum ersten Mal ihre eigene Version des Heckflügels. Im Rennen verzichtete man dann aber auf den Einsatz. Teamchef Andrea Stella erklärte das weitere Vorgehen mit der Innovation.

Stella zieht Fazit

Insgesamt ist der Teamchef zufrieden mit der Performance des neusten Aero-Kniffs. „Der Flügel funktioniert mechanisch sauber, sowohl was die Betätigung selbst als auch deren zeitlichen Ablauf betrifft. Auch aus aerodynamischer Sicht entsprach das Verhalten unseren Erwartungen“, resümierte Stella.

Lando Norris testete in FP1 den neuen McLaren-Flügel | © IMAGO / NurPhoto

Für das englische Team war vor allem wichtig, wie sich die Luftströmung nach dem Verstellen des Flügel wieder stabilisierte. Gerade bei Red Bull schien das zunächst nämlich Probleme zu bereiten. Der Italiener erklärte diese Wichtigkeit wie folgt: „Erst wenn das geschieht, baut das Auto wieder den vollen Abtrieb auf. Und zwar nicht nur am Heckflügel selbst, sondern am gesamten Fahrzeug.“

Hier geht es also um zwei Fragen: Wie schnell findet der Luftstrom zurück in den gewünschten Ausgangszustand und wie schnell wird die volle Aerodynamikleistung wieder hergestellt?

Auf die beiden Fragen hat Stella eine positive Antwort:

Alles entsprach ziemlich genau unseren Erwartungen.

Hier einmal beide Heckflügel-Versionen im Vergleich:

Wann kommt der Macarena-Flügel zum Einsatz?

Im Rennen nutze man bei McLaren die neuste Innovation nicht. Teamchef Stella hat auch eine einfache und logische Erklärung dafür parat:

Bei einem so sensiblen Projekt hätte man sich niemals ausschließlich auf Daten aus dem Windkanal verlassen. Denn der Windkanal ist in diesem Fall nicht der entscheidende Faktor. Das wichtigste Instrument bleiben die Erkenntnisse, die man vor Ort an der Strecke gewinnt.

Für das Team war es wichtig, dass man das Training nutzen konnte, um wertvolle Daten zu sammeln und den neuen Flügel zum ersten Mal auf der Strecke zu testen.

Man plane, den Macarena-Flügel bei einem kommenden Rennen einzusetzen, meinte Stella. Ob dies bereits beim nächsten Grand Prix in Zandvoort nach der Sommerpause sein wird, ließ er jedoch offen.

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Laura Schanz
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