Lewis Hamilton und Nico Rosberg waren Freunde, bevor sie zu Feinden in ihrer Formel 1-Zeit als Teamkollegen wurden. Trotz „Brocedes“ ging das damalige Mercedes-Duo in die ikonischen Feindschaften der Formel 1 ein. Toto Wolff hat schon einen genauen Plan, wie er gegen einen Krieg der Sterne 2.0-Situation vorgehen wird.
Wolff: „Das mache ich nicht nochmal mit“
In dieser Saison kämpft Mercedes wieder um den WM-Titel. Nicht nur der Konstrukteurs-, sondern auch der Fahrertitel könnte einem der beiden Fahrer am Ende der Saison winken. Für Teamchef Toto Wolff steht fest: Der interne Kampf zwischen George Russell und Kimi Antonelli wird auf keinen Fall so eskalieren wie damals.
Mit damals spielte er auf die damaligen Teamkollegen Hamilton und Rosberg an. Von 2013 bis 2016 waren die beiden ein dominierendes Duo. Rosberg, der seit 2010 schon für die Silberpfeile fuhr, bekam 2013 seinen alten Freund Lewis Hamilton an die Seite. Zu dem Zeitpunkt hatte letzterer bereits einen Weltmeistertitel. Die erste Saison als Teamkollegen beendete Hamilton vor Rosberg, bevor Hamilton sich in 2014 und 2015 den zweiten und dritten Weltmeistertitel schnappte.
Darauf folgte in 2016 ein bitterer Kampf zwischen den beiden. Die Freundschaft litt, war völlig vergessen. Die interne Eskalation sorgte für große Spannungen innerhalb des Teams. Im selben Jahr gewann Rosberg seinen ersten und einzigen WM-Titel und beendete sofort im Anschluss seine Karriere.
Teamchef Toto Wolff hat einiges aus dieser Situation gelernt. Denn dass sich ein solcher interner Kampf erneut im Team bildet, wird er nicht zulassen. Gegenüber RacingNews365 wurde er deutlich:
Ich werde das nicht zulassen. Das wird mir nie wieder passieren. Und das wird auch dem Team nie wieder passieren.
Rosberg und Hamilton sorgten für große Spannungen innerhalb von Mercedes | © IMAGO / Crash Media GroupDamit sowas auch nicht nochmal passiert, machte Wolff eine klare Ansage: Wer Streit anfängt, fliegt raus.
Ganz einfach: Ich schmeiße den Fahrer raus, wenn er so etwas macht.
Aktuell keine Gefahr
Obwohl Kimi Antonelli aktuell den Ton bei Mercedes angibt und George Russell alt aussehen lässt, sieht der Teamchef keine Gefahr, dass es zwischen den beiden so ausarten wird. Der Mercedes-Boss verwies außerdem darauf, dass gerade Russell vermehrt durch technische Probleme ausfiel und es nicht an ihm läge.
Trotzdem stärkte er Russell den Rücken und fand positive Worte für den Briten: „Wenn jemand so eine Situation bewältigen kann, dann George. Er ist ein harter Typ. Die Besten schaffen es, so etwas wieder umzudrehen. Ich bin überzeugt, dass er das kann.“
Noch ist die Stimmung gut im Team | © IMAGO / HochZweiAuf die Spekulationen, dass man Russell gegen Verstappen tauschen würde – vielleicht auch um einer Eskalation aus dem Weg zu gehen? – meinte Wolff folgendes: „Wir scheuen uns nicht, die beiden irgendwann vielleicht einmal im Team zu haben. Aber mit der Dynamik zwischen George und Kimi sind wir im Moment sehr glücklich.“
Aktuell ist die Devise von Mercedes klar: Am besten beide WM-Titel gewinnen, ganz ohne einen zweiten Krieg der Sterne.
































