Red Bull schafft früh Klarheit und bestätigt Isack Hadjar auch für 2027 an der Seite von Max Verstappen. Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise auf ein Haas-Aus von Esteban Ocon. Ralf Schumacher fordert Aston Martin derweil zu einem Bruch mit Honda auf, Imola wird als mögliches Saisonfinale immer konkreter – und Max Verstappen denkt bereits über seine Rückkehr zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nach. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Donnerstag.
Zum Auftakt des ungewöhnlich vorgezogenen Rennwochenendes in Baku gibt es reichlich Bewegung. Auf dem Fahrermarkt fallen erste Entscheidungen, bei Aston Martin wächst die Diskussion um die technische Zukunft und auch der Formel-1-Kalender bleibt wegen der Lage im Nahen Osten ein großes Thema. Sportlich setzte George Russell im ersten Training die Bestzeit, während WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli früh von einem technischen Problem gestoppt wurde.
Hadjar bleibt bei Red Bull – Ocon droht das Haas-Aus
Bei Red Bull ist eine der wichtigsten Fahrerfragen für 2027 bereits beantwortet: Isack Hadjar bleibt auch in der kommenden Saison Teamkollege von Max Verstappen.
Der Rennstall bestätigte die Vertragsverlängerung am Mittwoch. Teamchef Laurent Mekies begründete die Entscheidung unter anderem mit Hadjars Entwicklung seit Saisonbeginn und dessen Arbeit mit den Ingenieuren. Nach drei verpassten Rennen wegen seiner Handgelenksverletzung kehrt der Franzose zudem an diesem Wochenende in Baku wieder ins Cockpit zurück.
Ganz anders ist die Lage bei Esteban Ocon. Der Haas-Pilot erklärte in Baku selbst, für 2027 aktuell definitiv keinen Vertrag zu besitzen und bereits mit anderen Teams zu sprechen. Mehrere Berichte gehen inzwischen davon aus, dass Haas im kommenden Jahr einen anderen Weg einschlagen will.
Als Favorit auf seine mögliche Nachfolge gilt Ferrari-Junior Rafael Câmara. Team-Besitzer Gene Haas soll nach Testfahrten in Jerez von dessen Leistungen überzeugt sein. Gemeinsam mit Oliver Bearman könnte Haas damit 2027 gleich zwei Fahrer aus dem Ferrari-Nachwuchsprogramm einsetzen.
Für Ocon würde sich der Fahrermarkt damit weiter verengen. Während Red Bull bei Hadjar bereits Klarheit geschaffen hat und auch bei den Racing Bulls mit Kontinuität gerechnet wird, scheint der Franzose zunehmend nach einer Alternative suchen zu müssen.
©XPB ImagesSchumacher fordert Aston Martin zum Honda-Bruch auf
Bei Aston Martin wächst unterdessen die Diskussion um die Zukunft der Motorenpartnerschaft mit Honda.
Die Saison verläuft bislang weit unter den Erwartungen. Fernando Alonso hat lediglich drei Punkte gesammelt, Lance Stroll wartet sogar noch auf seinen ersten Zähler. Vor diesem Hintergrund wird zunehmend darüber diskutiert, ob Honda kurzfristig überhaupt eine konkurrenzfähige Powerunit liefern kann.
Ralf Schumacher findet dafür deutliche Worte. Im Sky-Podcast „Backstage Boxengasse“ bezeichnete er einen Wechsel des Motorenherstellers als aus seiner Sicht einzige Chance für Aston Martin. Besonders scharf fiel sein Vergleich mit Red Bull aus: Dass der Rennstall innerhalb weniger Jahre ein eigenes Motorenprojekt aufbaue und Honda damit überhole, sei für Aston Martin und den japanischen Hersteller eine „Riesenblamage“.
Schumacher brachte sowohl Audi als auch Mercedes als mögliche Alternativen ins Spiel, wobei er eine Rückkehr zu einem möglichst kompletten Mercedes-Paket für die sicherere Lösung hält.
Für zusätzlichen Technik-Zoff sorgen Mercedes und Ferrari. Toto Wolff hatte öffentlich hinterfragt, wie Ferrari seine zahlreichen Upgrades unter der Budgetobergrenze finanzieren könne. Fred Vasseur reagierte in Baku deutlich und erklärte, Ferrari werde bis zum Saisonende weiterentwickeln und dennoch finanziellen Spielraum behalten.
©XPB ImagesImola rückt als Saisonfinale immer näher
Auch die Zukunft des Saisonfinales bleibt offen. Imola wird als möglicher Ersatz für den Grand Prix von Abu Dhabi inzwischen immer konkreter.
Nach Informationen von Sport Bild und FormulaPassion hat die Strecke in der Emilia-Romagna unter den möglichen Alternativen derzeit die besten Karten. Der Ersatz-Grand-Prix könnte am 6. Dezember stattfinden, ein Rennstart um 12 Uhr soll bereits als mögliche Lösung für die winterlichen Bedingungen vorgesehen sein.
Noch gibt es allerdings keine offizielle Entscheidung. Abu Dhabi verkauft weiterhin Hospitality-Pakete und geht öffentlich davon aus, das Rennen austragen zu können. Wegen bestehender Verträge müsste der Veranstalter offenbar selbst auf den Grand Prix verzichten.
Auch Katar steht weiter auf der Kippe. Sollte dieses Rennen ausfallen, würde es nach aktuellem Stand wohl ersatzlos gestrichen; Imola wäre dagegen ausschließlich als Ersatz für Abu Dhabi und damit als mögliches neues Saisonfinale vorgesehen.
Sportlich hätte das besondere Brisanz: Kimi Antonelli führt die Weltmeisterschaft an und könnte ausgerechnet in Italien um den Titel fahren. Lewis Hamilton äußerte allerdings Bedenken gegen ein Dezember-Rennen in Imola und verwies auf Wetter und begrenzte Überholmöglichkeiten.
©Getty Images / Red BullVerstappen plant Rückkehr zum Nürburgring
Max Verstappen denkt derweil bereits über sein Motorsportprogramm für 2027 hinaus.
Der Red-Bull-Pilot möchte erneut im Langstreckensport antreten und hat dabei vor allem das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Blick. Der Formel-1-Kalender würde es diesmal erlauben: Das Rennen findet vom 27. bis 30. Mai statt, an diesem Wochenende steht kein Grand Prix an.
Verstappen hatte in diesem Jahr sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen gegeben und lag mit seinem Mercedes-AMG GT3 zeitweise sogar auf Siegkurs, ehe ein technischer Defekt die Hoffnungen beendete. Sein Auftritt sorgte dennoch für enorme Aufmerksamkeit; mehr als 350.000 Zuschauer kamen an den Nürburgring.
Auch die 24 Stunden von Spa bezeichnet Verstappen als interessante Option. Le Mans spielt in seinen unmittelbaren Plänen dagegen offenbar keine Rolle. Klar ist: Solange es der Formel-1-Kalender zulässt, möchte der Niederländer weiterhin regelmäßig auch außerhalb der Königsklasse Rennen fahren.
©x.com/f1 / Formula 1Russell mit Bestzeit – Antonelli von Defekt gestoppt
Sportlich begann das Baku-Wochenende mit einer Mercedes-Bestzeit. George Russell setzte sich im ersten Freien Training deutlich an die Spitze.
Ganz problemlos verlief die Session für das Team allerdings nicht. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli musste seinen Mercedes nach rund einer halben Stunde mit Hydraulikproblemen abstellen und kam dadurch nicht über Platz fünf hinaus.
Hinter Russell folgte Max Verstappen, anschließend die beiden Ferrari von Charles Leclerc und Lewis Hamilton. McLaren hatte dagegen mit Problemen zu kämpfen, während Audi mit Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg die Plätze zehn und elf belegte.
Wegen eines nationalen Gedenktags am Sonntag läuft das komplette Wochenende einen Tag früher als gewöhnlich. Das Rennen findet deshalb bereits am Samstag um 13 Uhr deutscher Zeit statt. Das zweite Training konnte in der aufgezeichneten Ausgabe der CHAMP1 NEWS noch nicht berücksichtigt werden.
Alle Hintergründe zu Hadjars Vertragsverlängerung und Ocons unsicherer Zukunft, der Honda-Debatte bei Aston Martin, dem immer konkreteren Imola-Plan, Verstappens Langstreckenplänen und dem Trainingsauftakt in Baku gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































