Fernando Alonso könnte Aston Martin 2027 in der Formel 1 verlassen und stattdessen in die WEC wechseln. Gleichzeitig soll Red Bull seine Fahreraufstellung für die kommende Saison bereits festgelegt haben. Lewis Hamilton wehrt sich öffentlich gegen Gerüchte über interne Personalwünsche bei Ferrari – und Imola rückt als möglicher Ersatz für das Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi immer stärker in den Fokus. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Montag.
Vor dem Rennwochenende in Baku beschäftigen die Formel 1 gleich mehrere Zukunftsfragen. Fernando Alonso hält sich für 2027 weiterhin alle Optionen offen, Red Bull könnte seine Fahrerplanung bereits abgeschlossen haben und bei Ferrari sorgt ein Bericht aus Italien für neue Unruhe. Gleichzeitig wird hinter den Kulissen offenbar immer konkreter an einem möglichen Ersatz für das Saisonfinale in Abu Dhabi gearbeitet.
Alonso denkt über WEC-Wechsel nach – Aston Martin plant Neustart
Fernando Alonso hat weiterhin nicht entschieden, ob er auch 2027 noch in der Formel 1 antreten wird. Nach Informationen von GPblog beschäftigt sich der 45-Jährige inzwischen ernsthaft mit einer Rückkehr in die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC.
Ein solcher Schritt wäre für Alonso kein Neuland. Bereits 2018/19 trat er für Toyota in der WEC an, gewann die Weltmeisterschaft und zweimal die 24 Stunden von Le Mans. Auch bei einem möglichen Wechsel könnte er Aston Martin erhalten bleiben: Die britische Marke ist mit einem eigenen Hypercar-Programm ebenfalls in der Langstrecken-WM vertreten.
Parallel kündigt Aston Martin für die Formel-1-Saison 2027 einen radikalen technischen Neustart an. Technikchef Enrico Cardile erklärte, dass praktisch jedes Bauteil des kommenden AMR27 neu entwickelt werden soll. Die laufende Saison ist für das Team dagegen weitgehend abgehakt; größere Aerodynamik-Upgrades sind nicht mehr geplant.
Auch Honda arbeitet weiter an Hardware- und Software-Verbesserungen für die Powerunit. Genau diese Entwicklung dürfte für Alonso eine wichtige Rolle spielen. Will Aston Martin ihn von einem weiteren Formel-1-Jahr überzeugen, muss das Gesamtpaket für 2027 eine deutlich bessere Perspektive bieten.
Noch ist allerdings nichts entschieden. Im Fahrerlager wird weiterhin damit gerechnet, dass Alonso noch ein weiteres Formel-1-Jahr anhängen könnte. Die WEC bleibt aber eine ernsthafte Alternative.
©Getty Images / Red BullRed Bull soll Fahreraufstellung für 2027 festgelegt haben
Auch bei Red Bull könnte eine wichtige Zukunftsfrage bereits entschieden sein. Nach Informationen des „New Zealand Herald“ sollen sowohl Red Bull Racing als auch die Racing Bulls 2027 mit der gleichen Fahrerpaarung antreten wie in dieser Saison.
Demnach würden Max Verstappen und Isack Hadjar weiterhin das A-Team bilden. Bei den Racing Bulls sollen Arvid Lindblad und Liam Lawson gesetzt sein. Offiziell bestätigt ist die Aufstellung bislang allerdings noch nicht.
Vor allem Lawsons Zukunft war zuletzt offen. Der Neuseeländer sprang nach Hadjars Handgelenksverletzung für mehrere Rennen bei Red Bull Racing ein und konnte sich dabei steigern. Nach Platz sieben in Zandvoort und einem schwierigeren Monza-Wochenende fuhr er in Madrid als Sechster sein bislang bestes Ergebnis für das A-Team ein.
Teamchef Laurent Mekies lobte Lawsons Entwicklung ausdrücklich. Der Neuseeländer habe den Wechsel in ein anderes Team und Auto besser bewältigt, als Red Bull es erwartet habe. Seine jüngsten Einsätze könnten damit entscheidend dazu beigetragen haben, sein Stammcockpit für 2027 abzusichern.
Das Nachsehen hätte offenbar Formel-2-Spitzenreiter Nikola Tsolov. Statt eines direkten Formel-1-Aufstiegs soll für ihn 2027 zunächst ein Jahr in der japanischen Super Formula samt Reservefahrerrolle vorgesehen sein.
©IMAGO / ABACAPRESSHamilton dementiert brisante Ferrari-Gerüchte
Neue Unruhe gibt es derweil bei Ferrari. Ein Bericht des „Corriere della Sera“ hatte behauptet, Lewis Hamilton fordere intern Veränderungen auf wichtigen Positionen seiner Garage. Auch das Verhältnis zu Teamchef Fred Vasseur sei angeblich nicht mehr so eng wie zuvor.
Hamilton reagierte darauf öffentlich und widersprach den Berichten deutlich.
In einer Instagram-Story stellte der siebenmalige Weltmeister klar, dass er niemals verlangt habe, jemanden aus seinem Team zu ersetzen. Er betonte stattdessen, wie hart seine Mitarbeiter täglich arbeiten und dass er selbst versuche, die Menschen um sich herum zu unterstützen.
Die Klarstellung kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Ferrari hat zuletzt sportlich mehrere Rückschläge hinnehmen müssen. Hamilton fiel in Madrid bereits nach sieben Runden aus und liegt inzwischen deutlich hinter WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli.
Entsprechend bekommen Berichte über mögliche interne Spannungen zusätzliche Aufmerksamkeit. Hamilton weist zwar konkrete Personalwünsche zurück – die grundsätzliche Frage, wie Ferrari seine Strukturen für 2027 verbessern kann, bleibt jedoch bestehen.
©XPB ImagesImola wird als Ersatz für Abu-Dhabi-Finale immer konkreter
Und auch beim Rennkalender herrscht weiter Unsicherheit. Nach Informationen von FormulaPassion bereitet sich die Formel 1 zunehmend auf ein mögliches alternatives Saisonfinale vor, falls der Grand Prix von Abu Dhabi Anfang Dezember nicht stattfinden kann.
Als Plan B steht Imola bereit. Der Kurs in der Emilia-Romagna könnte demnach am Wochenende des 6. Dezember einspringen. Ein Rennstart um 12 Uhr soll mögliche Probleme mit niedrigen Temperaturen und dem frühen Sonnenuntergang reduzieren.
Der Plan scheint inzwischen konkreter zu werden. Teams sollen sich laut dem Bericht bereits nach Hotels in der Region umsehen.
Offiziell hält die Formel 1 allerdings weiterhin an Abu Dhabi fest. Der Veranstalter verkauft weiterhin Hospitality-Pakete und geht öffentlich davon aus, das Rennen austragen zu können. Aufgrund bestehender Verträge müsste offenbar Abu Dhabi selbst auf die Austragung verzichten, bevor die Formel 1 offiziell auf Imola umschwenken könnte.
Die Unsicherheit hängt weiter mit der Sicherheitslage im Nahen Osten zusammen. Nachdem Bahrain und Saudi-Arabien in dieser Saison bereits abgesagt werden mussten, stehen auch Katar und Abu Dhabi weiterhin unter Beobachtung.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt dabei die Formel 2: In Baku wird ein zusätzliches Feature-Rennen samt Qualifying gefahren. Obwohl Katar und Abu Dhabi offiziell weiterhin im Kalender stehen, kann dieser Schritt als zusätzliche Absicherung verstanden werden.
Noch ist damit nichts entschieden. Doch während Abu Dhabi weiterhin an seinem Rennen festhält, bereitet sich die Formel 1 offenbar zunehmend auf ein zweites Szenario vor – und Imola wird als mögliches Saisonfinale immer konkreter.
Alle Hintergründe zu Alonsos möglichem Abschied aus der Formel 1, der Fahrerplanung bei Red Bull, Hamiltons öffentlichem Dementi und dem möglichen Ersatzfinale in Imola gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































