Vor ziemlich genau 10 Jahren ereignete sich der Krieg der Sterne zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Beide sorgten in Barcelona mit einem unnötigen Crash für das Doppel-Aus der Silberpfeile.
Vor allem Toto Wolff war danach mehr als wütend und berichtete sogar, dass er beide Fahrer danach gefeuert habe. Doch im Podcast „High Performance“ berichtete der Deutsche über eine ganz andere Sanktion.
Die Silberpfeile sorgten in Barcelona 2016 für einen Eklat. © IMAGO / Crash Media GroupRosberg und Hamilton mussten Unfall bezahlen
Denn von einer Kündigung wollte Rosberg nichts wissen. Er glaubte, dass es eher um eine Suspendierung für ein Rennen geht. Generell habe er diese Geschichte nicht mitbekommen. Doch, für ihn und Hamilton stand eine ganz andere Strafe auf der Agenda.
„Was Toto gemacht hat, war, dass er einen Vertrag auf den Tisch legte, den wir unterschreiben mussten, und darin stand, dass ich 50 % des Schadens selbst tragen musste. Und es spielte keine Rolle, wer Schuld hatte. Selbst wenn es zu 90 % Lewis’ Schuld war, musste ich 50 % des tatsächlich verursachten Schadens bezahlen. Bei einem der Unfälle musste ich also 360.000 Dollar zahlen – das war mein Anteil. Das hat uns definitiv beruhigt.“
Rosberg kritisierte vorwiegend, die Kommunikation, die vor dem Vorfall im Team herrschte. Man hätte sich, „mehr Mühe geben können, wirklich genau darzulegen, wessen Schuld es in welcher Situation ist.“ Danach wäre es allerdings besser gelaufen und man hätte „wirklich jedes einzelne Detail berücksichtigt“.
„Es ist wie Krieg“, sagte der Weltmeister von 2016 über seinen WM-Kampf mit Lewis Hamilton. Am Ende konnte er ihn in diesem Jahr zumindest einmal gewinnen und beendete direkt danach seine Karriere.
Rosberg und Hamitlon wurden zu erbitterten Feinden. IMAGO / Crash Media Group„Wären sowieso keine besten Freunde“: Rosberg spricht über Verhältnis zu Hamilton
Über die damalige Rivalität zwischen beiden Mercedes-Piloten wurde schon zu Genüge geredet. Beide wurden von besten Kindheitsfreunden zu erbitterten Feinden.
Rosberg erzählte, wie sich das Verhältnis in der Zwischenzeit verändert hat.
„Wir stehen uns jetzt neutral gegenüber. Das Verrückteste daran war, dass wir Nachbarn im selben Haus waren. Ich bin inzwischen ausgezogen. Ich bin zwar ausgezogen, aber da wir Nachbarn waren, haben wir uns ziemlich oft gesehen. Also stehen wir uns einfach neutral gegenüber.“
Bis heute hätten sie allerdings nie über 2016 gesprochen. Sie hätten „einen sehr persönlichen Moment“ gehabt, als Rosberg seine Entscheidung bezüglich des Karrierenendes getroffen hat, doch viel mehr sei seitdem nicht passiert.
Der Deutsche beschrieb, dass beide sehr unterschiedliche Leben führen würden. „Wir wären sowieso keine besten Freunde“, stellte der Ex-Weltmeister klar.
Lewis Hamilton sicherte sich in Kanada Platz zwei. © IMAGO / HochZweiWird Hamilton noch einmal Weltmeister?
Trotz der turbulenten Vergangenheit beider Formel-1-Stars, wolle Rosberg, dass Hamilton noch einmal Weltmeister wird. Er verdeutlichte sogar, dass es der Brite verdient habe.
„Ich glaube, er wird dieses Jahr mindestens ein Rennen gewinnen, aber um die Meisterschaft zu holen, ist das Auto meiner Meinung nach nicht gut genug, und sein Niveau reicht noch nicht ganz aus. Noch nicht. Hoffentlich kann er sich im Laufe der Saison noch verbessern.“
Nico Rosberg scheint also immer noch etwas für seinen Ex-Teamkollegen übrig zu haben. Ob Hamilton allerdings noch einmal einen Titel holen kann, ist derzeit, wie schon erwähnt, mehr als fraglich. Vor allem der Ferrari-Motor ist deutlich schwächer, als die Italiener es sich erhofft haben. Vor allem in diesem Jahr geht der Titel eigentlich nur über die Silberpfeile von Mercedes.




































