Die Formel 1 hat den Kalender für 2027 vorgestellt und stockt die Zahl der Sprint-Wochenenden deutlich auf – ausgerechnet auch Monaco bekommt erstmals einen Sprint. Gleichzeitig geraten Esteban Ocon bei Haas und Fernando Alonso bei Aston Martin in die Zukunftsdebatte. Max Verstappen sorgt derweil bei einem Red-Bull-Showevent für eine spektakuläre Aufholjagd. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Donnerstag.
Die Formel 1 blickt bereits weit voraus: Mit dem neuen Kalender für 2027 steht nicht nur fest, wo im kommenden Jahr gefahren wird, sondern auch, dass das Sprint-Format deutlich ausgeweitet wird. Parallel nimmt der Fahrermarkt weiter Fahrt auf. Bei Haas könnte Esteban Ocons Zukunft von den anstehenden Testfahrten abhängen, während auch über die langfristige Besetzung bei Aston Martin diskutiert wird.
Zehn Sprints 2027 – erstmals auch in Monaco
Die Formel 1 wird ihr Sprint-Format in der Saison 2027 deutlich ausbauen. Statt bislang sechs soll es künftig zehn Sprint-Wochenenden geben. Neu dabei sind Bahrain, Australien, Japan, Abu Dhabi – und ausgerechnet Monaco. Kanada, Großbritannien, Italien, Brasilien und Katar erhalten ebenfalls wieder einen Sprint.
Gerade die Entscheidung für Monaco dürfte für Diskussionen sorgen. Auf dem engen Stadtkurs gelten Überholmanöver seit Jahren als besonders schwierig. Die Formel 1 verweist dagegen darauf, dass die zusätzlichen Sprint-Sessions bei den Zuschauern gut ankommen und insgesamt höhere Reichweiten erzielen.
Der komplette Kalender umfasst erneut 24 Rennen. Portugal und die Türkei kehren zurück, Barcelona und Zandvoort verschwinden dagegen aus dem Programm. Der Spanien-GP bleibt auf dem Madring in Madrid. Dazu kommen gleich drei Triple-Header und zwei Sprint-Wochenenden zum Saisonabschluss in Katar und Abu Dhabi.
Die Diskussion um enge Strecken bekam nach dem vergangenen Madrid-Wochenende zusätzliche Nahrung. Audi-Pilot Gabriel Bortoleto verglich den Madring mit Monaco und kritisierte die geringen Überholmöglichkeiten. Genau vor diesem Hintergrund dürfte die Entscheidung für einen zusätzlichen Sprint im Fürstentum weiter kontrovers diskutiert werden.
©LAT Photo / HaasOcon bei Haas unter Druck – auch Alonso wird diskutiert
Auf dem Fahrermarkt könnte bei Haas eine wichtige Entscheidung bevorstehen. Der Rennstall nutzt TPC-Testfahrten in Jerez, um unter anderem Jack Doohan und Rafael Câmara für die Saison 2027 zu evaluieren. Oliver Bearman gilt als sehr wahrscheinlicher Fixpunkt – deutlich unsicherer ist dagegen die Zukunft von Esteban Ocon.
Als möglicher Nachfolger des Franzosen wird derzeit vor allem Ferrari-Junior Câmara gehandelt. Auch Doohan kann sich mit einem starken Test noch empfehlen, während Ryo Hirakawa lediglich Außenseiterchancen eingeräumt werden.
Doch nicht nur Haas beschäftigt sich mit seiner zukünftigen Fahrerpaarung. Auch bei Aston Martin wird über Fernando Alonso diskutiert. Sky-Experte Martin Brundle würde mit Blick auf die kommende Entwicklungsphase und Adrian Neweys Einfluss eher auf zwei jüngere Fahrer setzen – und stellt damit sowohl Alonso als auch Lance Stroll grundsätzlich zur Debatte.
Nico Rosberg sieht das anders. Aus seiner Sicht fährt Alonso weiterhin auf hohem Niveau und dominiert Stroll regelmäßig. Das größere Problem sei vielmehr, dass Aston Martin neben Alonso kaum Platz für einen jungen Topfahrer habe, solange Stroll gesetzt sei.
Alonso selbst hat eine Entscheidung über 2027 weiterhin nicht getroffen. Der Spanier will zunächst abwarten, wie sich das Reglement und das Fahrgefühl entwickeln. Auch eine andere Rolle bei Aston Martin oder ein Programm außerhalb der Formel 1 schließt er weiterhin nicht aus.
©Getty Images / Red BullVerstappen gewinnt von Startplatz 101
Für deutlich leichtere Unterhaltung sorgte Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot trat bei einem Showevent in Silverstone unter dem Motto „Max gegen 100“ gegen Fans, Prominente, Influencer und Sportler an.
Verstappen startete in dem Kart-Rennen von Platz 101 – und gewann trotzdem. Bereits in der ersten Runde machte der viermalige Weltmeister mehr als 60 Positionen gut. Nach vier Runden lag er bereits in den Top 20, nach acht Runden unter den besten Fünf. In Runde 15 hatte Verstappen schließlich auch den letzten Gegner überholt und das Rennen damit bereits nach der Hälfte der eigentlich vorgesehenen Distanz entschieden.
Der Niederländer nahm die spektakuläre Aufholjagd mit Humor und bezeichnete den Erfolg augenzwinkernd als seinen ersten Sieg des Jahres. Tatsächlich wartet Verstappen in der Formel-1-Saison 2026 weiterhin auf seinen ersten Grand-Prix-Erfolg.
Für den Kart-Weltmeister von 2013 war die Veranstaltung zugleich eine Rückkehr zu seinen motorsportlichen Wurzeln. Ernst wird es wieder beim kommenden Grand Prix in Baku – dort wartet für Verstappen die nächste Gelegenheit, auch in der Formel 1 erstmals in dieser Saison ganz oben auf dem Podium zu stehen.
Alle Hintergründe zum neuen Formel-1-Kalender mit zehn Sprint-Wochenenden, den Zukunftsfragen um Esteban Ocon und Fernando Alonso sowie Verstappens spektakulärer Kart-Aufholjagd gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































