Langsam geht es in der Formel 1 in die heiße Phase der Saison. Teams müssen sich entscheiden, ob sie ihre Autos noch für dieses Jahr weiterentwickeln oder aber bereits auf das nächste Jahr schielen.
Red Bull und Mercedes haben unter anderem bereits klargemacht, dass man schon relativ bald auf die kommende Saison blickt.
Ferrari gibt die Saison noch nicht auf. © Moy / XPB ImagesFerrari schaut noch nicht auf 2027
Anders sieht es bei Ferrari. Teamchef Fred Vasseur machte nun in einer Medienrunde klar, dass man in diesem Jahr noch an der ein oder anderen Sache arbeiten will.
„Wir befinden uns nicht mehr in derselben Situation wie vor 12 Monaten. Was wir heute entwickeln, können wir auf das Projekt im nächsten Jahr übertragen. Wir werden weiterarbeiten, aber vielleicht an anderen Dingen, anderen Aspekten. Von dem, was wir jetzt entwickeln, werden 80 % übernommen.“
Auch den WM-Kampf will der Franzose noch nicht aufgeben. Er macht weiter klar, dass man von Rennen zu Rennen schauen wolle. Die Performance von Ferrari in der Rest-Saison könnte nämlich auch für ihn wichtig werden.
Denn die Ferrari-Führung soll Vasseur laut übereinstimmenden Medienberichten bereits intensiv beobachten. Auch das Verhältnis zwischen ihm und Lewis Hamilton soll alles andere als intakt sein. Ein Pulverfass, das explodieren könnte, wenn die Ergebnisse der Scuderia weiter enttäuschend sind.
Charles Leclerc und Lewis Hamilton konnten noch keine Pole holen. © Batchelor / XPB ImagesQualifying als großes Problem?
Die Ferrari-Ergebnisse sind allerdings auch deshalb enttäuschend, weil Hamilton und Leclerc oft aus Startreihe 2 oder 3 starten müssen, was auf Strecken wie in Madrid die Chancen auf ein Podium fast schon zunichte macht. Auch Vasseur weiß, dass man daran arbeiten muss.
„Das müssen wir verbessern, denn wenn man sich das Tempo ansieht, ist es während des Rennens durchaus vorhanden.“
Ein weiteres Problem, das das Team hat, ist das Tempo auf der Geraden. Ferrari hat den schlechtesten Motor aller Top-Teams und hat damit große Probleme, Konkurrenten zu überholen oder aber hinter sich zu halten.
Auch das ADUO-Upgrade hat die Situation nicht maßgeblich verbessert. Die Entwicklung beim italienischen Rennstall geht derzeit eher in die falsche Richtung. Die Frage ist allerdings, ob es sich wirklich lohnt, den Fokus immer noch auf diese Saison zu richten.































