Max Verstappen erlebte auch in Barcelona ein schwieriges Wochenende. Mit dem Podium hatte der Niederländer nichts zu tun, aufgrund des Antonelli-Ausfalls kam er am Ende zumindest auf Rang vier.
Nicht nur mit seinem Auto, auch mit dem neuen Reglement hat Verstappen seine Probleme. Er gilt als scharfer Kritiker und hat zusammen mit anderen Stimmen nun eine Änderung bewirkt.
Max Verstappen will am liebsten reine Verbrennermotoren. © IMAGO / NurPhotoHöherer Verbrenneranteil reicht Verstappen nicht
Denn im kommenden und im folgenden Jahr wird der Verbrenneranteil des Hybridmotors angehoben. 2028 soll dieser bei 60 Prozent liegen. In einem Interview mit Viaplay machte Verstappen allerdings klar, dass ihm das nicht reicht.
„Ich würde mir wünschen, dass es einfach hundert wären. Ja, dass es einfach ein normaler Motor wäre, statt all diesem Unsinn. Ich bin schon immer mit Hybridmotoren gefahren, aber bisher lag das Verhältnis bei 70:30 oder 75:25.“
Doch trotzdem sei der Niederländer erst einmal mit der Anpassung zufrieden. Er hoffe, dass man mit den Änderungen etwas besser beschleunigen könne. Dadurch gebe es dann „weniger Clipping oder man muss an bestimmten Stellen weniger vom Gas gehen, weil man weniger Zeit mit Vollgas verbringt“.
Schon in dieser Saison hatte die Formel 1 immer wieder kleinere Anpassungen vorgenommen. In Monaco hatte man unter anderem den Motor gedrosselt, um gefährliche Geschwindigkeiten zu vermeiden.
In der Vergangenheit hatte Verstappen sogar mit einem Formel-1-Abschied gedroht, wenn es keine weitreichenden Änderungen gebe. Durch die beschlossenen Anpassungen scheint das allerdings erst einmal vom Tisch zu sein.
Für Red Bull läuft es in dieser Saison nicht. © IMAGO / NurPhotoGroße Zustimmung für V8-Plan – Situation weiter schwierig
Ab 2030 oder 2031, wenn die neue Ära der Formel 1 beginnen soll, könnte der V8-Motor zurückkehren. Vor allem FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem ist mit einigen Ideen in den letzten Wochen hausieren gegangen.
Für den Niederländer wäre eine solche Änderung „das Richtige für den Sport“. Doch nun will Verstappen im Hier und Jetzt wieder seinen Spaß finden, und das wäre am leichtesten, wenn er wieder an der Spitze steht.
In einer Medienrunde nach dem Barcelona-Rennen gab der Vierfach-Weltmeister die Marschroute für die nächsten Wochen vor.
„Es ist ein fortlaufender Entwicklungsprozess und ich hoffe, dass wir daraus schon sehr bald noch etwas mehr herausholen können. Ich denke, grundsätzlich geht es einfach darum, mehr Performance zu finden und bessere Updates zu bringen. Daran arbeiten wir.“
Die ADUO-Entscheidung, die der Rennstall anfechtete, könnte die Zukunft von Red Bull auch mitbestimmen. Zurzeit gilt der Motor als der beste im Feld. Das würde bedeuten, man dürfte kein Update bringen. Für den ambitionierten Rennstall wäre es ein Desaster, wenn alle anderen Hersteller Updates bringen könnten.
Verstappen wird weiterhin versuchen, das Optimum aus dem Wagen herauszuholen. Den Effekt des Niederländers gibt es immer noch – doch die Situation des österreichischen Teams bleibt verzwickt.




































