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Von den Racing Bulls bis Mercedes: Die Aufgaben der oberen Hälfte der Formel 1 vor der Sommerpause

Auch die Top-Teams der Formel 1 haben vor der Sommerpause Aufgaben. Eigentlich kann nur ein Team den eingeschlagenen Weg genauso weiterführen.

©XPB Images

Eigentlich sollte man meinen, die besten Teams der Formel 1 könnten relativ entspannt vor der Sommerpause vorgehen.

Doch gerade ganz oben wächst der Druck. Nur ein Team kann eigentlich so weitermachen, wie bisher. Ein Überblick.

Bei den Racing Bulls läuft es. © Moy / XPB Images

Racing Bulls: Den Weg weiterführen

Die Racing Bulls haben bis zur Sommerpause eine gleichzeitig einfache, aber auch schwierige Aufgabe – den eigenen Weg weiterzuführen. Denn die Konkurrenz schläft niemals.

Liam Lawson und Arvid Lindblad liefern ab, und in allen Parametern sind sie derzeit das beste Mittelfeldteam der Formel 1. Doch das Problem, dass Red Bull nicht unter das ADUO fällt, könnte irgendwann auch für die kleine Schwester zum Problem werden.

Deshalb weiter fokussiert arbeiten, auf allen Streckenlayouts weiterhin individuelle Lösungen finden, und es wird ein ruhiger Sommer für Alan Permane und Co. Außer, die Tsolov-Gerüchte werden plötzlich doch heiß.

Max Verstappen ist derzeit frustriert. © Coates / XPB Images

Red Bull: Die großen Fehler vermeiden

Wie schon in Part 1 bei Williams, muss Red Bull vor allem einen Fahrer bei Laune halten – Max Verstappen. Es gibt die Gerüchte, dass man beim Rennstall genervt vom Niederländer wäre, doch trotzdem wird man ihn unbedingt halten wollen.

Deshalb darf eigentlich kein Fehler mehr passieren, der bei Max Verstappen für ein DNF oder Ähnliches sorgt. Denn eine Einigung zwischen beiden Parteien könnte sich laut einem ESPN-Bericht doch anbahnen.

Erfrischend ist, dass es um das zweite Cockpit keinerlei Diskussionen gibt. Isack Hadjar macht seine Sache bislang mehr als ordentlich. Ihm sollte weiterhin der Rücken gestärkt werden.

Zak Brown und Andrea Stella meckerten in der Vergangenheit über Mercedes. © Price / XPB Images

McLaren: Weniger meckern, mehr machen

McLaren hat ein Problem, das ein Kundenteam oft hat, wenn ein neues Reglement zum Einsatz kommt. Das Werksteam gibt nur Stück für Stück wichtige Informationen über den Motor preis.

Zak Brown und Andrea Stella machten in mehreren Interviews klar, wie unfair sie das finden. Im Endeffekt hätten sie das allerdings vorher wissen müssen, da es in der Formel 1 schon immer so war.

Der Rennstall war in den vergangenen Jahren ein Meister darin, mit Upgrades plötzlich an der Spitze zu stehen. Man sollte sich auf die Stärke besinnen und nicht über das meckern, was man am Ende ohnehin nicht ändern kann und wird.

Charles Leclerc und Lewis Hamilton lieferten in Silverstone ab. © Patching / XPB Images

Ferrari: Konstanz hineinbekommen

Lewis Hamilton ist in überragender Form, Charles Leclerc hat am vergangenen Wochenende endlich wieder sein Vertrauen gefunden. Auf der Fahrerseite kann es eigentlich so weitergehen.

Doch insgesamt fehlt bei der Scuderia einfach die Konstanz. Der Leistungsabfall bei Hamilton während des Silverstone-Wochenendes, die Pace-Unterschiede von Strecke zu Strecke und auch die strategischen Fehler machen dem Team das Leben schwer.

Wenn man Mercedes gefährlich werden will, muss man Woche für Woche abliefern. Auch mit einem anderen Selbstverständnis. Understatement, wie im Falle von Fred Vasseur, kann einem Team manchmal helfen, doch jetzt braucht es Selbstbewusstsein und Top-Ergebnisse bis zur Sommerpause.

Hält das Auto bei Antonelli? © Charniaux / XPB Images

Mercedes: Antonelli-Punkte maximieren

Eigentlich könnte man meinen, durch die letzten Wochenenden von George Russell ist der WM-Kampf in der Formel 1 plötzlich ausgebrochen. Doch am Ende des Tages ist Kimi Antonelli trotz kleiner Fehler in den letzten Rennen immer noch der klar schnellere Mann.

Um beruhigter in die Sommerpause zu gehen, muss also vor allem Kimi Antonelli am besten zwei Siege einfahren, damit sich Mercedes in die beste Position für beide Weltmeisterschaften bringt.

George Russell selbst kann natürlich weiterhin zeigen, wie gut er selbst ist, allerdings wirkt es zurzeit nicht so, als könnte er die Pace seines Teamkollegen, primär im Rennen, angreifen.

Nun hat Antonelli erst einmal die volle Unterstützung des Teams verdient. Vor allem bei der Zuverlässigkeit hat Mercedes noch einiges zu tun. Ansonsten kommt Ferrari immer näher.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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