In der 767. Ausgabe der CHAMP1 NEWS vom Mittwoch, 27. Mai 2026, stehen erneut mehrere der derzeit heißesten Formel-1-Themen im Mittelpunkt. Dabei geht es um die anhaltenden Spekulationen rund um Max Verstappen und seine Zukunft bei Red Bull, um Kimi Antonellis spektakulären Aufstieg bei Mercedes – und um die Frage, warum McLaren beim Kanada-GP mit einem riskanten Wetterpoker komplett danebenlag.
Verstappen-Gerüchte reißen nicht ab
Auch nach dem Kanada-Wochenende bleibt Max Verstappens Zukunft eines der dominierenden Themen im Fahrerlager. Zwar betonte der Niederländer zuletzt erneut, dass ein Abschied aus der Formel 1 aktuell kein Thema sei, die Spekulationen um einen möglichen Teamwechsel halten aber weiter an.
Ralf Schumacher erklärte bei Sky, dass er einen Wechsel zu Mercedes derzeit eher skeptisch sehe. Aus seiner Sicht gebe es dort mit George Russell und Kimi Antonelli bereits zwei schnelle Fahrer, weshalb ein zusätzlicher Verstappen-Transfer sportlich nicht unbedingt logisch erscheine. Deshalb bleibe Red Bull trotz aller Diskussionen aktuell die wahrscheinlichste Option.
Gleichzeitig erneuerte Verstappen in Montreal erneut seine Kritik am aktuellen Formel-1-Reglement. Vor allem die komplizierten Abläufe rund um Batteriemanagement und Energierückgewinnung seien aus seiner Sicht ein Problem. Die Formel 1 müsse wieder natürlicher und purer werden.
Passend dazu äußerte sich auch Heinz-Harald Frentzen im exklusiven CHAMP1-Interview kritisch zum neuen Reglement. Der ehemalige Formel-1-Pilot sprach davon, dass sich die Formel 1 mit dem aktuellen Konzept „verspielt“ habe.
©Mercedes AMG F1Antonelli wird zum Zukunftsprojekt Italiens
Kimi Antonelli entwickelt sich derweil immer mehr zum neuen Superstar der Formel 1. Der erst 19-jährige Mercedes-Pilot gewann in Kanada bereits sein viertes Rennen in Folge und baute seine WM-Führung weiter aus.
In Italien sorgt der Höhenflug des Mercedes-Junioren inzwischen für enorme Euphorie. Laut RTL-Insider Felix Görner beschäftigt sich Ferrari intern bereits mit der langfristigen Idee, Antonelli eines Tages nach Maranello zu holen.
Auch bei RACE CONTROL war das Mercedes-Duell zwischen Antonelli und George Russell ein großes Thema. Marc Surer lobte vor allem, dass Mercedes beide Fahrer frei gegeneinander kämpfen ließ. Niels Wittich wiederum erklärte, Russell sei eigentlich mit dem Anspruch in die Saison gegangen, die klare Nummer eins im Team zu sein – genau dieses Bild verschiebe sich aktuell aber immer stärker zugunsten Antonellis.
©McLarenMcLaren erklärt den Kanada-Fehlgriff
Außerdem arbeitet McLaren weiter das schwierige Kanada-Wochenende auf. Besonders die Entscheidung, beide Autos zu Rennbeginn auf Intermediate-Reifen zu stellen, geriet nach dem Rennen massiv in die Kritik.
Teamchef Andrea Stella erklärte, dass die Entscheidung unter den damaligen Bedingungen nachvollziehbar gewesen sei. Der Regen kurz vor dem Start und die zunächst feuchte Strecke hätten aus Sicht des Teams für Intermediates gesprochen. Erst die zusätzlichen Formation Laps und die schnelle Streckenverbesserung hätten den Plan zunichtegemacht.
Marc Surer und Niels Wittich ordneten die Strategie bei RACE CONTROL dennoch kritisch ein. Surer sprach davon, dass McLaren damit früh zum Stopp gezwungen gewesen sei, während Wittich vor allem kritisierte, dass in solchen Situationen inzwischen oft mehr auf Software als auf echtes Strecken-Gefühl vertraut werde.
Am Ende wurde aus dem mutigen Wetterpoker für McLaren ein strategisches Eigentor – und ein Wochenende, das den Titelkampf erneut verändert hat.




































