Die Zwangspause der Formel 1 bis Miami soll dafür genutzt werden, das viel kritisierte Reglement anzupassen. Nun ist die FIA in der Pflicht.
In mehreren Meetings soll in dieser Woche besprochen werden, was verändert werden soll. Nun scheint es die erste Maßnahme zu geben.
Sind Verrstappen, Antonelli und Co. bald langsamer im Qualifying? © Batchelor / XPB ImagesFIA verbietet Extra-Boost-Trick von Mercedes und Red Bull
Wie The Race berichtet, sollen Mercedes und Red Bull einen Trick gefunden haben, um am Ende einer Qualifying-Runde einen Geschwindigkeitsschub zu bekommen.
Die Hersteller konnten am Ende einer Quali-Runde so lange wie möglich mit maximaler Leistung fahren. Normalerweise wurde von der FIA vorgeschrieben, dass die Leistung normalerweise um 50 kW pro Sekunde gesenkt werden muss, um einen plötzlichen Leistungsabfall zu vermeiden.
Zwar brachte dieser Trick den Teams eher Hundertstel- und keine Zehntelsekunden, doch auch dieser Vorteil kann am Ende entscheidend sein und die FIA hat dieses Schlupfloch nun geschlossen.
Der MGU-K-Trick von Mercedes und Red Bull ist wohl Geschichte. © IMAGO / David EbenerSchlupfloch durch Deaktivierung der MGU-K
Doch, wie war es überhaupt möglich, die Regeln zu umgehen? Die F1-Regeln ließen Spielraum, bei der Vorschrift zum Herunterfahren des Motors, wenn die MGU-K (Motor General Unit – Kinetic) aus technischen Gründen abgeschaltet wird.
Diese wandelt die beim Bremsen gewonnene Wärme um und gibt sie beim Beschleunigen in Richtung Kurbelwelle ab. Wenn sie vom Fahrer manuell ausgeschaltet wurde, gab es eine Sperrzeit von 60 Sekunden, bevor man sie wieder anschalten durfte.
Da Mercedes und Red Bull allerdings merkten, dass die MGU-K in der Auslaufrunde nicht benötigt wird, nahmen sie die Sperrzeit in Kauf. Doch nun hat die FIA diesem Trick einen Riegel vorgeschoben.
Grund dafür war übrigens eine Beschwerde von Ferrari. Der italienische Rennstall bemerkte das Ausnutzen der Grauzone und beschwerte sich beim Weltverband. Werden Lewis Hamilton und Charles Leclerc davon profitieren? Antworten gibt es spätestens in Miami.

























