Die Beziehung zwischen Hamilton und Ferrari wird besser – das hat der Saisonstart gezeigt. Der Brite kommt deutlich besser mit seinem neuen Boliden klar und kann seine Qualitäten wieder auf die Strecke bringen.
Auch im Team ist die Stimmung dadurch natürlich deutlich besser. Zwar hinkt man Mercedes noch immer hinterher, doch die Ausgangsposition ist deutlich besser als zum Beispiel im letzten Jahr.
Carlo Santi bleibt Renningenieur von Lewis Hamilton. © Moy / XPB ImagesSanti bleibt vorerst Renningenieur von Hamilton
Doch eine finale Entscheidung steht noch aus. Und wie die „Corriere della Sera“ berichtet, wird diese auch noch nicht getroffen. Denn Carlo Santi, der zurzeit Hamiltons Renningenieur ist, wird das vorerst bleiben.
Eigentlich sollte der ehemalige Renningenieur von Kimi Räikkönen den Job nur übergangsweise machen, doch die Scuderia scheint die „signifikante Verbindung“ zwischen den beiden zu mögen.
Im letzten Jahr hatte Hamilton mit seiner Stimme im Ohr, Riccardo Adami, große Probleme. Zwischen den beiden flogen öfter die Fetzen, und zwischen den Zeilen konnte man heraushören, dass sich beide nicht gut verstanden.
Hamilton hatte kein gutes Verhältnis zu Riccardo Adami (r.). © IMAGO / NordphotoHören die Strategie-Differenzen bei Ferrari auf?
Doch jetzt scheint die Chemie zwischen Santi und Hamilton zu stimmen, auch wenn Ferrari immer noch nicht viel Wert auf die Meinung seiner Fahrer legt.
Bereits im ersten Rennen gab es Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Strategie und die Scuderia scheint dort immer noch Nachholbedarf zu haben, da man sich in schwierige Situationen bringt, weil die Fahrer meist doch recht haben.
In den kommenden Wochen und Monaten wird man erst ein Fazit ziehen können, wie gut die Chemie zwischen Santi und Hamilton ist. Ferrari sondiert den Markt, doch vielleicht hat man bereits im Hinterkopf, dass der Italiener den Briten noch länger beraten könnte.
Für Hamilton selbst ist die Beziehung zu seinem Ingenieur extrem wichtig. Noch heute pflegt er ein besonderes Verhältnis zu Mercedes-Renningenieur Peter Bonnington.
Denn in der Dominanz-Phase des Rekordweltmeisters war nicht nur das Auto schnell, sondern auch die Chemie innerhalb des Teams perfekt. Auch bei Max Verstappen und Gianpiero Lambiase sieht man, wie wichtig das Verhältnis zwischen Renningenieur und Fahrer sein kann.
Bei Ferrari hingegen dreht sich das Personalkarussell nahezu jedes Jahr. Auch die vertagte Renningenieurs-Entscheidung zeigt, dass noch nicht jedes Zahnrad ineinandergreift. Kommt der Rennstall eines Tages endlich zur Ruhe?































