Eine weitere Schlüsselfigur steht durch einen möglichen Abgang im Raum, das Red Bull Kartenhaus so nach und nach endgültig einzustürzen zu lassen. Hannah Schmitz liebäugelt wohl mit einem anderen Team.
Der Dominoeffekt nimmt Fahrt auf
Was einst wie ein unangreifbares Imperium wirkte, gleicht inzwischen einem Schiff mit immer mehr Lecks. Red Bull verliert seit Monaten eine Schlüsselfigur nach der nächsten und jedes einzelne Puzzlestück reißt neue Lücken in das Gesamtbild.
Die Chronologie liest sich wie ein schleichender Zerfall:
Mit Rob Marshall (Ende 2023) begann der Abbau technischer Expertise, gefolgt von Design-Genie Adrian Newey im Frühjahr 2024 – ein Verlust, der intern lange heruntergespielt wurde, sich jedoch schnell als gravierend entpuppte. Auch Jonathan Wheatley, der Strippenzieher an der Boxenmauer, sowie Teamchef Christian Horner verließen das Team. Teils mehr teils weniger freiwillig.
Spätestens mit den Abgängen von Helmut Marko und Strategiechef Will Courtenay war klar: Das Fundament beginnt deutlich zu bröckeln. Der angekündigte Wechsel von Renningenieur Gianpiero Lambiase zu McLaren setzt dem Ganzen die nächste Sollbruchstelle.
Was früher als Einzelfälle verkauft wurde, wirkt heute wie ein unaufhaltsamer Dominoeffekt. Zumal selbst der eigene Fahrer auch schon deutlich die Gerüchteküche brodeln lässt.
Hannah Schmitz – der nächste Dominostein?
Im Zentrum der aktuellen Spekulationen steht nun Hannah Schmitz. Eine der brillantesten Strateginnen im Fahrerlager. Seit 2009 im Team, prägte sie zahlreiche Rennsiege mit kühlem Kopf und chirurgischer Präzision an der Boxenmauer.
Ex-Mechaniker Kenny Handkammer schlägt Alarm:
„Der Niedergang von Red Bull ist ziemlich traurig. Wenn ich CEO wäre, würde ich mir das genau anschauen – all diese wichtigen Leute sind weg oder gehen.“
Besonders brisant: Laut Handkammer verdichten sich die Hinweise, dass auch Schmitz vor einem Abgang stehen könnte. Im Fahrerlager kursieren bereits Gerüchte über Interesse von Ferrari.
Ein Verlust dieser Größenordnung wäre mehr als nur ein weiterer Name auf der Liste – es wäre ein strategischer Totalschaden.
Verstappen im Zentrum des Bebens
Die mögliche Abwanderung von Schmitz trifft einen sensiblen Nerv: Max Verstappen. Der Weltmeister gilt als Fahrer, der ein stabiles, vertrautes Umfeld braucht, um auf absolutem Topniveau zu performen.
Nach dem Ungarn-GP 2022 schwärmte er über Schmitz:
„Sie ist unglaublich ruhig. Sie ist einfach sehr gut.“
Wenn genau diese Konstante jetzt auch noch zusätzlich zu Max`s Mechaniker wegbricht, könnte das weitreichende Folgen haben. Die Gerüchte um einen möglichen Abschied Verstappens aus diversen Gründen reißen ohnehin nicht ab. Und jeder weitere personelle Abgang wird womöglich seine Entscheidung, ebenfalls das Handtuch zu werfen und sich in anderen Serien einen Namen zu machen, bekräftigen. Selbst sein Vater, Jos Verstappen, äußerte sich schon zu den Vorfällen.
Parallel dazu verschärft sich die sportliche Krise: Vom dominanten Weltmeisterteam 2023 ist nicht mehr viel übrig. Der Absturz in der Konstrukteurswertung – zuletzt sogar ins Mittelfeld – spiegelt die interne Erosion wider. Das Auto gilt als nicht konkurrenzfähig, die einstige Überlegenheit ist verflogen.
Abschiedsstimmung statt Aufbruch?
Red Bull steht an einem kritischen Wendepunkt. Was über Jahre hinweg aufgebaut wurde, zerfällt aktuell in einem Tempo, das selbst Insider überrascht.
Sollte auch Hannah Schmitz gehen, wäre das mehr als nur ein weiterer Verlust, es wäre ein Symbol. Ein Zeichen dafür, dass das Schiff nicht nur Schlagseite hat, sondern womöglich bereits sinkt.
Die entscheidende Frage lautet: Was muss noch passieren, bevor das gesamte System kollabiert?
Archivbild März 2026: Wechselt Hannah ihre persönliche Strategie? |©IMAGO / PsnewZDer Kipppunkt rückt näher
Red Bull kämpft nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern zunehmend gegen sich selbst. Der personelle Aderlass hat eine Eigendynamik entwickelt, die kaum noch zu stoppen scheint. Da wird die April-Pause als Chance zum Verbessern des Autos fast schon zur Nebensache und die Fluchtversuche von Verstappen zu sämtlichen im April stattfindenden GT-Rennen ein weiteres ernstzunehmendes Signal.
Und während im Hintergrund bereits die nächsten Gerüchte brodeln, richtet sich der Blick unweigerlich auf einen Mann: Max Verstappen.
Bleibt er an Bord oder verlässt auch er das sinkende Schiff?

























