In den letzten Tagen vermehrten sich die Gerüchte über Nachholtermine für Bahrain und Saudi-Arabien im Rennkalender in diesem Jahr.
Die beiden Rennen im April wurden aufgrund des Nahostkonflikts abgesagt, könnten aber laut übereinstimmenden Medienberichten zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr stattfinden.
Müssen Formel 1 und FIA bald nach Ersatz-Rennstrecken umgucken? © IMAGO / Icon SportswireBen Sulayem bringt Türkei-Comeback 2026 ins Spiel
Nun hat FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem über die bislang verbleibenden Nahost-Rennen, die am Ende der Saison stattfinden sollen, in einer Medienrunde gesprochen.
„Katar könnte man um eine Woche verschieben und damit alles nach hinten verschieben. Wenn nicht, dann könnten wir vielleicht die Türkei in diesem Jahr dabei haben, sofern alle Anforderungen erfüllt werden.“
Ab dem nächsten Jahr soll der Große Preis von Istanbul auf jeden Fall wieder in den Formel-1-Kalender zurückkehren, doch, glaubt man den Worten des FIA‑Bosses, ist ein Comeback möglich. Die Türkei würde es sicher freuen.
Ein Grund könnten die Verträge mit den Übertragungsanstalten sein. Diese haben ein Recht auf 22 Rennen. Durch die bisherigen Nahost-Absagen wäre die Formel 1 noch in diesem Rahmen. Würde noch ein Grand Prix flachfallen, wären wohl hohe Zahlungen fällig.
Die Formel 1 könnte in diesem Jahr keinen Halt im Nahen Osten machen. © IMAGO / NurPhotoFIA-Boss will Nahost-Rennen nicht um jeden Preis stattfinden lassen
Doch Ben Sulayem räumte auch ein, dass man die Rennen in Katar und Abu Dhabi nicht auf „Teufel komm raus“ stattfinden lassen wolle.
„Es geht um mehr als nur den Motorsport. Es geht um unsere Lebensweise, um die Veränderungen, um den Stress in dieser Region. Wenn wir über die Führung dort sprechen, war es sehr klug von der Regierung, so zu handeln und keine Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Es erfordert Stärke, dies nicht zu tun.“
Er machte klar, dass der Sport warten könne und Menschen immer Vorrang hätten. Außerdem tat er seine Hoffnungen kund, dass „wir zur Normalität zurückkehren können und nicht mehr so leben müssen, wie wir es derzeit tun, mit diesem Stress“.
Doch der FIA-Boss denkt auch an die Mechaniker, die Verantwortlichen, die Fahrer und alle anderen, die bei so einem Rennen vor Ort wären.
„Gott bewahre, sollte es bis Oktober oder November andauern, müssen wir einfach nicht hinfahren, denn Sicherheit und Schutz haben Vorrang.“
Während im Hintergrund über Neuansetzungen von Bahrain und Saudi-Arabien diskutiert wird, stehen die nächsten Rennen bereits auf der Kippe. Das Kalender-Wirrwarr in dieser Saison wird wohl noch weiter für Diskussionen und Spekulationen sorgen und die Türkei könnte am Ende ein überraschend frühes Comeback feiern.




































