In der 754. Ausgabe der CHAMP1 NEWS geht es um eine offizielle FIA-Einordnung zum Mercedes-Motor, ein klares McLaren-Machtwort im Lambiase-Wirbel, neue Spekulationen um Christian Horner, einen möglichen Kalenderwechsel beim Saisonauftakt 2027 – und Mick Schumacher, der seinen Formel-1-Traum weiter nicht aufgibt.
FIA räumt mit Mercedes-Wirbel auf
Die FIA hat eines der größten Technik-Gerüchte des Winters jetzt deutlich eingeordnet. Einsitzerchef Nikolas Tombazis stellt klar: Beim viel diskutierten Thema rund um das Verdichtungsverhältnis der Mercedes-Motoren habe es keinen Betrug gegeben.
Gleichzeitig räumt die FIA ein, dass es offenbar technische Ansätze gab, mit denen über Temperaturbereiche Vorteile erzielt werden konnten. Illegal sei das nicht gewesen, ganz im Geist des Reglements aber offenbar auch nicht.
Deshalb hat der Weltverband reagiert: Erst wurden Regeln präzisiert, später weitere Anpassungen beschlossen, ab Juni sollen auch die Kontrollen entsprechend verändert werden. Aus dem vermeintlichen Skandal wird damit vor allem ein klassischer Formel-1-Graubereich – einer, den die FIA nun schließen will, bevor daraus ein neues technisches Wettrüsten entsteht.
©IMAGO / justpictures.chMcLaren stoppt Ferrari-Gerücht um Stella
Bei McLaren sorgt Zak Brown für ein klares Machtwort. Die Spekulation, Gianpiero Lambiase komme auch deshalb zu McLaren, weil Andrea Stella womöglich zu Ferrari wechseln könnte, nennt Brown „völligen Unsinn“.
Stella bleibe, McLaren stehe hinter ihm – und Lambiase werde als Chief Racing Officer unter seiner Führung arbeiten. Damit will McLaren den Eindruck eines Machtkampfs sofort abräumen.
Brisant bleibt die Personalie trotzdem. Lambiase kommt von Red Bull, offenbar mit einem extrem lukrativen Angebot. Und genau deshalb stellt sich nun die entscheidende Frage: Wie lange kann Red Bull ihn noch voll einbinden, wenn feststeht, dass er später zur direkten Konkurrenz wechselt?
©Screenshot / XHorner vor dem nächsten Kapitel?
Christian Horner ist zwar nicht mehr Red-Bull-Teamchef, aber offenbar noch lange nicht raus aus dem Motorsport. Ausgerechnet Zak Brown rechnet fest mit einem Comeback und sagt, er wäre schockiert, wenn Horner nicht bald wieder auftauchen würde.
Horner selbst hatte bereits erklärt, dass er sich in der Formel 1 noch nicht fertig fühle. Gleichzeitig zeigte er sich zuletzt im MotoGP-Paddock in Jerez – gemeinsam mit Stefano Domenicali.
Offiziell bleibt alles offen. Doch der Eindruck ist klar: Horner sondiert seine Optionen. Ob Formel 1, MotoGP oder eine andere große Rolle im Motorsport – die Frage scheint weniger zu sein, ob er zurückkommt, sondern wo.
©Getty Images / Red BullMelbourne droht Verlust des Saisonauftakts
Australien könnte seinen Platz als Formel-1-Saisonauftakt 2027 wieder verlieren. Laut aktuellen Berichten spricht vieles dafür, dass Bahrain dann wieder Rennen eins austrägt.
Der Grund liegt vor allem in Kalenderlogik, Logistik und dem Ramadan. 2027 wäre Bahrain wieder früh genug möglich – und da dort meist auch die Vorsaisontests stattfinden, wäre ein Auftakt in der Wüste für die Formel 1 naheliegend.
Melbourne ist damit aber nicht dauerhaft raus. Im Vertrag sind mehrere Saisonauftakte vorgesehen, von denen noch einige offen sind. Trotzdem zeigt der Fall einmal mehr: Der Formel-1-Kalender wird längst nicht mehr nur nach Tradition gebaut, sondern nach globaler Taktung, Verträgen und strategischer Logistik.
©IMAGO / ZUMA PressMick Schumacher hält an Formel-1-Traum fest
Mick Schumacher fährt inzwischen IndyCar – doch die Formel 1 bleibt für ihn ein Thema. Im Interview macht er klar, dass er ein Comeback nicht ausschließen würde. Sollte sich noch einmal eine Chance ergeben, würde er nicht Nein sagen.
Nach Haas und der Ersatzfahrerrolle bei Mercedes ist IndyCar für Mick ein Neustart. Neues Umfeld, neue Arbeitsweise, neue Strecken – aber vor allem wieder ein eigenes Auto und echter Wettbewerb.
Sportlich ist der Durchbruch noch nicht da, doch Mick sieht das Kapitel als Entwicklungsschritt. Entscheidend ist: Er hat die Formel 1 nicht abgehakt. Die Serie ist weiter in seinem Kopf – und sein größter Karrierewunsch offenbar noch nicht beendet.
































