Pirelli und die Formel 1 – das passt einfach. Der italienische Reifenhersteller und die Königsklasse des Motorsports pflegen eine gute Beziehung.
Trotz der ein oder anderen kritischen Stimme bezüglich der Reifenmischungen in der Vergangenheit ist man beidseitig mehr als zufrieden. Deshalb ist die Formel 1 nun einen wichtigen Schritt gegangen.
Pirelli bleibt der Formel 1 erhalten. © IMAGO / MAXPPPPirelli bleibt bis Ende 2028 exklusiver Reifenlieferant der Formel 1
Denn wie die Rennklasse in einem offiziellen Statement verkündete, wurde eine Option gezogen, die Pirelli bis Ende 2028 an die Formel 1 bindet. Auch bei der Formel 2, der Formel 3 und bei der F1 Academy wird das italienische Unternehmen weiterhin als exklusiver Reifenlieferant fungieren.
Formel-1-Boss Stefano Domenicali zeigte sich mehr als zufrieden in Bezug auf die frühzeitige Verlängerung.
„Wir blicken auf eine unglaubliche Geschichte und Partnerschaft mit Pirelli zurück und vertrauen seit vielen Jahren auf deren technische Kompetenz sowie deren Fokus auf Leistung, Innovation und Nachhaltigkeit. Daher freue ich mich sehr, dass die FIA und wir diese Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr verlängern werden.“
Während die Formel 1 weiterhin „die Grenzen des technischen Regelwerks ausloten“ würde, würde Pirelli dafür sorgen, dass alle Teams und Serien „mit einigen der fortschrittlichsten Reifen der Welt arbeiten“ können. Pirelli würde Spitzenleistungen fördern „und für das allerbeste Spektakel auf der Rennstrecke“ sorgen.
Bei Pirelli kam es in den letzten Monaten zu einem echten Personalbeben. Vor einigen Wochen verließ Mario Isola nach knapp 30 Jahren den Reifenhersteller und übergab sein Amt an Dario Marrafuschi. Zuvor gab der Italiener Champ1 noch ein exklusives Interview.
Dort erklärte, der Italiener, dass er sich sogar vorstellen könne, dass es wieder mehrere Reifenhersteller in der Formel 1 gibt. Dazu wird es nun aber erst einmal nicht kommen.
Marco Tronchetti Provera freut sich auf die weiteren Jahre mit der Formel 1. © IMAGO / Italy Photo PressVize-Boss bezeichnet Formel 1 als das „beste Labor“
FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem lobte die Vertragsverlängerung und stellte die „Leistung, Innovation und Sicherheit“ in den Vordergrund, für die Pirelli sorgen würde.
Auch Pirellis Vize-Boss Marco Tronchetti Provera freut sich auf die weitere Zusammenarbeit und verwies auf die Marke von 500 Grand Prix. Die hatte der Reifenhersteller in der Formel 1 im letzten Jahr erreicht hatte.
Provera betonte auch die Wichtigkeit der Königsklasse des Motorsports für Pirelli.
„Pirelli ist nicht nur ein Lieferant, sondern ein strategischer Partner, der das stetige Wachstum der Meisterschaft unterstützen konnte, angetrieben durch die gemeinsame Arbeit des Verbandes und des Veranstalters. Die Formel 1 ist für uns das beste Labor, um Innovationen voranzutreiben, modernste technische Lösungen zu testen und Forschungs- und Entwicklungsprozesse kontinuierlich zu verbessern – zum Wohle der Straßenreifen von morgen.“
Auch in den kommenden Monaten und Jahren haben die Italiener eine wichtige Aufgabe – den Wettbewerb der Formel 1 zu verbessern. Denn die Auswahl der Reifenmischungen ist oft ein schmaler Grat zwischen Sicherheit und Spannung. Denn wenn die Reifen zu halten, leiden die Rennen – das wissen beide Seiten.




































