Fernando Alonso erlebt bei Aston Martin eine Saison zum Vergessen. Das Team plagen Chassis- und Motorprobleme und derzeit fährt man gemeinsam mit Cadillac am Ende des Feldes herum.
Auch der glückliche Punkt in Monaco ändert wohl nichts am Gemütszustand des Spaniers. Viel zu verzwickt ist die Situation beim Team. Reicht es dem Ex-Weltmeister irgendwann?
Fernando Alonso kehrte 2021 im Alpine in die Formel 1 zurück. © IMAGO / Action PlusKehrt Alonso zu Alpine zurück?
Laut Motorsport Italia gibt es Gedankenspiele darüber, ob der Spanier nicht zu seinem ehemaligen Team Alpine zurückkehrt. 2021 und 2022 fuhr Alonso für den französischen Rennstall.
Als das Team noch als Renault unterwegs war, feierte Alonso von 2003 bis 2006 zwei Weltmeisterschaften und war auch 2008 und 2009 für den Rennstall unterwegs.
Noch will der Ex-Weltmeister allerdings warten, wie sich sein Aston Martin entwickelt. Für Spa ist ein riesiges Update mit einer völlig neuen Ausrichtung geplant, die das Team endlich wieder nach vorn bringen soll.
Vor allem Alpine-Teamchef Flavio Briatore, der auch Alonsos Manager ist, könnte das Zünglein an der Waage sein. Zurzeit sieht Alpine mit den Mercedes-Motoren wie ein vielversprechenderes Zukunftsprojekt aus. Ein Wechsel zum französischen Rennstall ist nicht unwahrscheinlich – auch weil Colapinto trotz zuletzt guter Leistungen nicht das größte Standing besitzt.
Fährt Alonso zum letzten Mal in Barcelona? © IMAGO / Beautiful SportsSpanier lässt mit Barcelona-Aussage aufhorchen – Wittich versteht Gedankenspiele
Bei der Pressekonferenz am Media Day am Donnerstag überraschte vor allem eine Aussage von Fernando Alonso den Formel-1-Kosmos.
„Es wird ein besonderes Wochenende werden, wahrscheinlich mein letztes Rennen in Barcelona in der Formel 1. Deshalb möchte ich mich bei allen bedanken.“
Diese Aussage klingt nicht nach einem Wechsel, sondern eher nach einem Karriereende. Doch im Nachgang ordnete der Spanier seine Aussage ein und meinte, dass er nicht wisse, was im nächsten Jahr sei, und dass er „nach der Sommerpause“ entscheide, „ob ich weitermache oder nicht“.
In einer Champ1-Sondersendung ordnete Ex-Rennleiter Niels Wittich die Situation des Spaniers ein. Er könne sich gut vorstellen, dass er aufhört.
„Er hat sehr schwache Zeiten mitgemacht in den letzten Jahren mit Aston Martin. Das ist nicht das, was er sich bei dem Wechsel versprochen hat. Er ist nicht mehr der Jüngste im Feld. Ich glaube nicht, dass er groß Lust hat, auf dem Niveau weiterzufahren.“
Er müsse irgendwann die Bremse ziehen, wenn es so weiterginge. Und das wird der Spanier wahrscheinlich auch, wenn sich die Situation bei seinem Team nicht verbessert. Ob er dann zu Alpine wechselt, oder der Formel 1 ganz den Rücken kehrt, steht bis jetzt nicht fest – allerdings hat der Spanier wohl nun eine Option mehr.




































