Wie in jeder Woche gab es auch dieses Mal gute und schlechte Nachrichten aus der Formel 1. Allerdings überschattet ein Ereignis alles.
Denn das, was am Wochenende am Nürburgring ist, passiert leider immer wieder im Motorsport, allerdings ist man jedes Mal aufs Neue geschockt.
Ein schwerer Unfall erschütterte die Motorsport-Welt. © IMAGO / Jan HuebnerTragischer Todesfall statt Verstappen-Festival
Zahlreiche Fans reisten an diesem Wochenende an den Nürburgring, um die Qualifiers für das 24-Stunden-Rennen zu erleben. Die Teilnahme von Max Verstappen erhöhte die Popularität des Motorsport-Spektakels natürlich noch einmal.
Doch dann der große Schock: Bereits beim ersten Rennen der Qualifiers kam es zu einem Massen-Crash mit sieben Autos. Einen Rennfahrer hat dies das Leben gekostet. Juha Miettinen, Fahrer des BMW 325i mit der Startnummer #121, verstarb nach Angaben der Rennleitung im Medical-Center.
Auch die FIA meldete sich mittlerweile mit einem offiziellen Statement zu Wort und auch Max Verstappen teilte mit, wie schockiert er über den Vorfall sei.
Ab diesem Zeitpunkt war klar: Egal, wer am Wochenende die beste Zeit holt, egal, wer am Ende die beste Ausgangslage für das 24-Stunden-Rennen hat, die Gedanken galten nur noch Juha Miettinen und seinen Angehörigen.
Ralf Schumacher heiratet seinen Partner Etienne. © IMAGO / Sven SimonSchumacher heiratet im TV – und wird von Verstappen-Vater angegangen
In dieser Woche gab es allerdings auch eine schöne Nachricht. Ralf Schumacher heiratet seinen Freund Etienne. Und Sky begleitet beide in einer vierteiligen Doku.
Schumacher freute sich in der offiziellen Pressemitteilung über die kommende Zeit.
„Étienne und ich gehen gemeinsam durchs Leben, und diese Serie dokumentiert genau das: unseren Alltag, unsere Arbeit, unsere Unterschiede und Gemeinsamkeiten, unsere Pläne.“
Die ersten beiden Episoden werden ab dem 21. Mai bei Sky verfügbar sein, Episode 3 geht am 28. Mai an den Start und das große Finale samt exklusiver Hochzeitsfeier können die Fans ab dem 6. Juni, auch linear auf Sky One um 20.15 Uhr sehen.
Doch Schumacher musste sich, abseits der homophoben Äußerungen, die immer noch zeigen, wie intolerant die Gesellschaft auch heute noch ist, in dieser Woche Kritik anhören.
Denn Schumacher beklagte die fehlende Führung bei Red Bull und bekam daraufhin eine Retourkutsche auf X von keinem Geringeren als Jos Verstappen. „Ralf redet viel Scheiße“, kommentierte der Niederländer unter einem Bericht. Eine Reaktion, die zeigt, wie viel Druck im Red-Bull-Umfeld auf dem Kessel ist.
FIA-Monoposto-Direktor Nikolas Tombazis kündigt schnelle Regeländerungen an. © IMAGO / ABACAPRESSReglement-Änderungen der Formel 1 lassen auf sich warten – Zeit bis Miami rennt
In dieser Woche gab es auch einige Meetings der FIA, die sich mit dem neuen Reglement auseinandersetzen sollten. Nach einem finalen Meeting am Montag soll es wohl Entscheidungen geben. Bis Miami sind es dann nicht einmal mehr zwei Wochen.
Auch deshalb soll es bis dahin wohl nur kleine Änderungen geben, wie aus mehreren Quellen zu hören ist. Quasi eine Phase 1. In einer zweiten Phase soll den Mechanikern und Ingenieuren dann mehr Zeit gegeben werden, um größere Änderungen durchführen zu können. Mehr Phasen sind nicht ausgeschlossen.
FIA-Monoposto-Direktor Nikolas Tombazis wirkte gegenüber The Guardian optimistisch.
„Diese Regeln […] könnten sehr bald eingeführt werden und den Kern des Problems treffen.“
Noch ist völlig unklar, welche Regeln genau beschlossen werden. Vielleicht sind alle schon bald schlauer. Doch es muss schnell passieren – denn die Zeit bis zum Großen Preis von Miami rennt. Ein kleiner Quali-Trick wurde nun schon einmal einkassiert.
Der Tod von Juha Miettinen überschattet diese Woche. Doch wir kennen es aus der Formel 1. Die tragischen Tode von Fahrern wie Gilles Villeneuve oder Ayrton Senna schockten die Königsklasse, doch schnell schrillten die Motoren wieder auf.
Auch nach der emotionalen Schweigeminute ging es wieder auf die Strecke. Motorsport ist erbarmungslos – das weiß jeder, der sich in einen Rennboliden setzt.
Und auch deshalb wird es schnell wieder um die alltäglichen Themen gehen. Vielleicht ist es sogar eine Art Flucht vor dem Gedanken, wie schnell das Leben eines Motorsportlers vorbei sein kann.



























