Das erste Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers ist von einem tragischen Unfall überschattet worden. Nach einem schweren Zwischenfall in der Anfangsphase mit insgesamt sieben beteiligten Fahrzeugen wurde der Lauf am Samstagabend zunächst mit roter Flagge unterbrochen und später endgültig abgebrochen. Inzwischen steht fest: Ein Fahrer hat den Unfall nicht überlebt.
Die Rennleitung unterbrach das Rennen umgehend | © IMAGO / DeFodi ImagesDer Vorfall ereignete sich bereits kurz nach Rennbeginn im Bereich Klostertal. Nach der Kollision mehrerer Fahrzeuge griff die Rennleitung sofort ein und stoppte das Rennen, um Rettungs- und Bergungsmaßnahmen auf der Strecke zu ermöglichen. Zu diesem Zeitpunkt war schnell klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Rennzwischenfall handelte. Mehrere Einsatzfahrzeuge, Rettungswagen und ein Notarzt eilten umgehend zur Unfallstelle.
Ein herbeigeeilter Rettungswagen nach dem Unglück | © IMAGO / DeFodi ImagesSchon früh deutete alles darauf hin, dass die Lage deutlich schwerwiegender war als zunächst angenommen. Im Rückstaubereich standen zahlreiche Fahrzeuge, die Strecke war im betroffenen Abschnitt blockiert, während die medizinische Versorgung der Beteiligten höchste Priorität hatte. Das sportliche Geschehen rückte damit schlagartig in den Hintergrund.
Ein Massencrash mit tödlichem Ausgang | © IMAGO / Jan HuebnerSpäter bestätigte die Rennleitung dann das gesamte Ausmaß des Unfalls. Insgesamt waren sieben Fahrzeuge in die Kollision verwickelt. Betroffen waren die Startnummern #27, #111, #121, #410, #448, #503 und #992. Besonders erschütternd: Für Juha Miettinen, Fahrer des BMW 325i mit der Startnummer #121, kam jede Hilfe zu spät.
Starb mit 66 Jahren an den Folgen des schweren Unfalls | © Instagram/@991rsrWie offiziell mitgeteilt wurde, verstarb der Pilot im Medical Center, nachdem die Notfallmediziner nach seiner Bergung aus dem Fahrzeug trotz aller Reanimationsversuche sein Leben nicht mehr retten konnten.
Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz | © IMAGO / speedshotDie sechs weiteren beteiligten Fahrer wurden laut offizieller Mitteilung zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach aktuellem Stand besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr.
Damit nahm der Samstag am Nürburgring eine dramatische Wendung. Noch bevor das Rennen sportlich überhaupt richtig Fahrt aufnehmen konnte, stand plötzlich ein tödlicher Unfall im Mittelpunkt. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung waren erst drei Rennrunden absolviert. In Führung lag der Gamota-BMW #23 mit Zsigo, Kranz und Jahn vor dem Abt-Lamborghini #84 mit Engstler, Bortolotti und Niederhauser sowie dem Schnitzelalm-Mercedes #11 mit Heyer, Härtling und Fitje.
Diese Zwischenstände verloren nach den Ereignissen jedoch jede Bedeutung. Am Abend folgte schließlich die endgültige Entscheidung: Das Rennen wird nicht mehr fortgesetzt. Die Veranstalter machten unmissverständlich klar, worum es in diesem Moment wirklich geht. Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring seien nun bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen.
Auch für den Sonntag ist bereits ein stiller Moment des Gedenkens angekündigt. Im Rahmen der Startaufstellung zum nächsten Rennen um 13:00 Uhr soll es eine Gedenkminute für den verstorbenen Motorsportler geben.
Der Motorsport erlebt damit am Nürburgring einen jener Momente, in denen Ergebnisse, Platzierungen und Strategien vollständig in den Hintergrund treten. Was bleibt, ist die tiefe Erschütterung über einen Unfall, der für einen Fahrer tödlich endete und das gesamte Wochenende überschattet.


























