Rosberg blickt auf Schumacher zurück – und sieht Verstappen mental im Vorteil
In der CHAMP1-NEWS-Ausgabe Nr. 770 an diesem Dienstag stand zunächst Nico Rosberg im Mittelpunkt. Der Weltmeister von 2016 sprach im „High Performance“-Podcast über seine gemeinsame Zeit mit Michael Schumacher bei Mercedes – und zog dabei gleichzeitig Parallelen zur aktuellen Generation.
Rosberg erklärte, dass Schumacher bei seinem Comeback ab 2010 zwar weiterhin enorme Geschwindigkeit besessen habe, ihm jedoch eine entscheidende Stärke seiner besten Jahre gefehlt habe: die außergewöhnlich schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Situationen. Als Beispiel nannte Rosberg das damals eingeführte DRS-System und verwies auf Schumachers Unfall mit Bruno Senna in Barcelona 2012.
Gleichzeitig richtete Rosberg den Blick auf den aktuellen Titelkampf. Lando Norris erinnere ihn in vielen mentalen Aspekten an sich selbst – freundlich, fair und oft etwas zu nachgiebig. Max Verstappen dagegen vergleicht Rosberg mit dem jungen Michael Schumacher: kompromisslos, selbstbewusst und psychologisch extrem stark.
Sein Rat an Norris fiel entsprechend deutlich aus: Irgendwann müsse man Verstappen auch einmal zeigen, dass man nicht automatisch zurückziehe. Nur so könne sich das Kräfteverhältnis in direkten Duellen verändern.
Weniger erfreulich verlief das Wochenende dagegen für Mick Schumacher. Der Deutsche erlebte beim IndyCar-Rennen in Detroit einen Rückschlag und kam nach einem Unfall lediglich als Letzter ins Ziel. Damit wartet Schumacher in seiner Debütsaison in den USA weiter auf ein Spitzenergebnis.
©Getty Images / Red BullMonaco bekommt Sonderregeln – McLaren feiert 1000 Rennen
Auch der bevorstehende Grand Prix von Monaco wirft bereits seine Schatten voraus.
Die FIA wird beim prestigeträchtigen Stadtrennen mit besonderen Maßnahmen eingreifen. Unter anderem sollen die Autos durch angepasste Motorkennfelder in ihrer Höchstgeschwindigkeit begrenzt werden. Zusätzlich wird die aktive Aerodynamik auf dem engen Stadtkurs deaktiviert.
Der Hintergrund ist klar: Monaco bleibt der speziellste Kurs im Kalender. Die FIA möchte das Risiko auf der traditionsreichen Strecke so weit wie möglich reduzieren.
Für McLaren wird das Wochenende zusätzlich zu einem historischen Meilenstein. Das Team bestreitet im Fürstentum seinen 1000. Grand Prix in der Formel 1. Aus diesem Anlass treten Lando Norris und Oscar Piastri mit einer speziellen Jubiläumslackierung an.
Monaco ist dabei bewusst gewählt. Schließlich begann genau dort 1966 die Formel-1-Geschichte des Teams rund um Gründer Bruce McLaren. Mit dem Motto „McLaren Never Quits“ will der Rennstall nicht nur seine Erfolge feiern, sondern auch die schwierigen Jahre auf dem Weg zurück an die Spitze würdigen.
©IMAGO / ZUMA Press WireMadrids neue Formel-1-Strecke beschäftigt bereits die Gerichte
Noch bevor auf dem Madring überhaupt ein Formel-1-Rennen stattgefunden hat, sorgt das Projekt bereits für juristische Schlagzeilen.
Im Mittelpunkt steht ein Streit zwischen dem italienischen Planungsunternehmen Dromo und der deutschen Tilke-Gruppe. Beide Seiten beanspruchen zentrale Rechte an der Entwicklung der neuen Strecke für sich.
Nach Berichten wurde vor dem Landgericht Köln bereits eine einstweilige Verfügung erlassen. Dabei geht es um die Frage, ob bestimmte Planungsunterlagen und Streckenelemente urheberrechtlich geschützt sind und von anderen Beteiligten genutzt werden dürfen.
Damit steht plötzlich eine Grundsatzfrage im Raum, die weit über Madrid hinausreicht: Kann das Design einer Formel-1-Rennstrecke überhaupt als schöpferische Leistung geschützt werden?
Die endgültige Antwort dürfte nun höhere Instanzen beschäftigen. Klar ist aber schon jetzt: Der Madring sorgt bereits vor seiner Premiere für reichlich Diskussionen – und diesmal nicht auf der Strecke, sondern im Gerichtssaal.




































