Lando Norris war das ganze Wochenende schon schnell unterwegs. Im Qualifying sicherte er sich seine erste Pole Position als Weltmeister. Am Sonntag fuhr er seinen ersten Saisonsieg ein. Damit gewann er nicht nur zum zweiten Mal in Folge in Ungarn, sondern auch zum ersten Mal in seiner Karriere zweimal auf der selben Strecke. Der Hungaroring ist für ihn aber aus einem anderen Grund eine besondere Rennstrecke.
Obwohl er die Führung nach Rennstart durch einen Fehler an seinen Teamkollegen Oscar Piastri verlor, ließ sich Norris nicht aus der Ruhe bringen. Rückblickend auf den Rennstart sagte er: „Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was passiert ist. Ich verlor immer wieder das Heck, drei- oder viermal.“
Er fühlte sich trotzdem zum ersten Mal diese Saison richtig wohl mit dem Auto und konnte auch zum ersten Mal ein Wochenende verzeichnen, an dem es an seinem McLaren keine Probleme gab.
Papaya-Upgrades verleihen Flügel?
Er hatte deutlich mehr Pace als sein Teamkollege, obwohl dieser nach Führungsübernahme Priorität bekam. Frustriert steckte er in der Dirty Air hinter dem langsameren Australier fest, den man schließlich an die Box holte, in der Hoffnung mit neueren Reifen käme Renntempo zurück. Durch eine Kollision mit Sainz und anschließendem Getriebeausfall, fiel Piastri unglücklicherweise aus und damit waren die sicheren Chancen auf einen Doppelsieg für McLaren dahin.
Als Norris freie Fahrt hatte, flog er dem Feld quasi davon. Der Brite wurde von Runde zu Runde schneller. Er selbst rechnete zu Beginn des Rennens gar nicht mit der starken Geschwindigkeit des Autos.
Es war sicherlich nicht das, was ich erwartet hatte, aber die Pace war so gut, dass ich die Stints immer verlängern konnte. Ich bin einfach froh, zurück zu sein und die Nummer eins wiederzusehen.
Der 26-Jährige holte alles aus den neuen Upgrades des papayafarbenen Autos heraus und blickte zufrieden auf seine Leistung zurück: „Mein Tempo heute war wahrscheinlich eines der besten, das ich je hatte. Das Auto ließ sich wunderbar fahren und ich fühlte mich sehr zuversichtlich, also ein tolles Rennen.“
Zum zweiten Mal in Folge siegte Norris in Ungarn | © McLaren F1 TeamDas bedeutet Ungarn für Norris
Die vergangenen beiden Jahre bewiesen, dass McLaren auf dem Hungaroring stark ist. 2024 gewann dort Oscar Piastri seinen ersten Formel 1 Grand Prix, im Jahr darauf gewann Norris. „Wir wissen, dass dieser Track gut für uns ist – er ist einer meiner am besten geeigneten Strecken des Jahres.“ Gerade für Norris hat diese Strecke eine hohe Bedeutung, denn: 2017 fuhr er dort zum ersten Mal einen offiziellen Test für McLaren. Dort beeindruckte er im MCL32 mit der zweitschnellsten Zeit des Tages. Seitdem kehrt er immer gern an diese Strecke zurück.
Norris bei seinem ersten offiziellen McLaren Test in Ungarn 2017 | © IMAGO / Action PlusMomentum mitnehmen
Nach der Sommerpause hofft der amtierende Weltmeister, dass McLaren an Ungarn anknüpfen kann – diesmal aber mit beiden Autos. „Ich glaube fest daran, dass wir immer noch Rennen gewinnen können. Ich wusste, dass es kommen würde. Das Team so viel Arbeit investiert, um ein Auto zu bauen, das endlich wieder gewinnen kann. Es ist schön, es für sie tun zu können.“
Allerdings betonte er, dass sie sich auf dem derzeitigen Erfolg nicht ausruhen dürfen und weiter hart arbeiten müssen, um weitere Rennsiege einzufahren. Abschließend lobte er die harte Arbeit seines Teams:
Ich habe dem Team viel zu verdanken. Sie haben großartige Arbeit geleistet und es mittlerweile sogar wieder geschafft, Rennen zu gewinnen, deshalb bin ich stolz. Wir müssen eine schöne Pause genießen. Wir werden alle eine schöne Pause und Auszeit genießen und hoffentlich noch stärker zurückkommen.


































