Gerade für den Neuzugang Cadillac wird die Sommerpause in der Formel 1 wie gerufen kommen. In Ungarn hielten beide Autos zusammen nicht einmal die gesamte Rundenanzahl des Rennens durch. Bei Valtteri Bottas machte die übliche Verdächtige nach schon 13 Runden Probleme. Bei Sergio Perez war immerhin erst nach 48 Runden Schluss. Absolut ernüchternd für das amerikanische Team.
Neuer Bremsschacht bringt keine Abhilfe
Dass es Probleme mit feuerfangenden Bremsen gibt, ist für Cadillac weder ein Geheimnis, noch eine Neuheit. Genau deswegen gab es einen neuen Bremsschacht, der die Bremsen besser belüften und kühlen sollte. Doch die ergriffene Maßnahme scheint noch immer nicht genug zu sein. Denn nach 13 Runden konnte der Finne seinen rauchenden Boliden gerade so noch in die Boxengasse bringen, bevor er selbst mit den Marshalls zu Feuerlöschern griff.
Die Bremsen bei Bottas fingen mal wieder Feuer | © IMAGO / Every Second Media„Offensichtlich brauchen wir noch mehr Luftzufuhr“, meinte Bottas nach dem Rennen. Trotz allem versuchte er in der Situation Verständnis zu zeigen, denn die Temperaturen um 30 Grad hätten auch eine Rolle gespielt. „Die Bedingungen waren extrem – mit einer außergewöhnlich anspruchsvollen Strecke und einer sehr hohen Belastung. Die Bremsen werden da schlicht zu heiß. Irgendwann beginnt im Inneren alles zu brennen, und das zerstört dann praktisch die gesamte Anlage.“
Außerdem erklärte Bottas, wieso er so dicht an der Wand der Boxeneinfahrt sein Auto abstellen musste:
Da hatte ich gar keine Bremsleistung mehr. Ich vermute, die Bremsleitungen brannten. Deshalb musste ich das Auto gegen die Wand fahren, um es abzubremsen.
Gebrochene Aufhängung bei Perez
Im dritten freien Training am Samstag hatte Perez ebenfalls mit den selben Problemen zu kämpfen wie Teamkollege Bottas am nächsten Tag im Rennen. Durch brennende Bremsen schied der Mexikaner im Rennen dann jedoch nicht aus. Bei ihm brach erneut die Radaufhängung.
Perez ging frustriert aus dem Rennen: „Wir sind zwar ein neues Team, und da rechnet man bis zu einem gewissen Grad mit solchen Problemen. Trotzdem ist es natürlich frustrierend, dass es inzwischen so oft passiert ist.“ Wirklich erklären konnte er sich seinen Ausfall nicht, den genauen Grund wisse man noch nicht.
Auch Valtteri Bottas machen die Probleme seines Kollegen zu schaffen: „Es ist bereits das zweite Mal, dass unser zweites Auto wegen eines Aufhängungsschadens ausfällt. Es ist also völlig klar, in welchem Bereich wir arbeiten und welche Probleme wir lösen müssen, damit wir Rennen endlich beenden können.“
Bereits in FP3 gab es bei Perez Probleme. | © IMAGO / NurPhotoDer Mexikaner hat eine klare Erwartung an Cadillac die Fehler auszumerzen:
Ich bin sicher, wir werden die Sommerpause nutzen, um all diese Schwachstellen zu beseitigen und uns in allen Bereichen und Abteilungen zu verbessern. Das wird entscheidend dafür sein, wie gut wir uns in der zweiten Saisonhälfte weiterentwickeln.
Für Cadillac kommt die Sommerpause damit wie gerufen. Der Fokus wird sicherlich auf dem Verbessern der Schwachpunkte liegen.































