Neues Reglement, neue Tricks – so läuft es immer in der Formel 1. Vor allem Top-Teams wie Ferrari versuchen immer wieder, intelligente Schlupflöcher zu finden, um den anderen Teams einen Schritt voraus zu sein.
Mal läuft es weniger gut, mal fantastisch. Und wenn es zu gut läuft, dann schaltet sich auch gerne mal die FIA ein.
Auch Ferrari versucht, Schlupflöcher im Reglement zu finden. © IMAGO / SOPA ImagesFTM soll im nächsten Jahr abgeschafft werden
In diesem konkreten Fall geht es nun um das FTM-System. Laut dem italienischen Journalisten Rosario Giuliana will die FIA dieses System nun abschaffen.
Das FTM-System ist ein kleiner Flügel, der am Auspuff angebracht ist. Er erfüllt eine aerodynamische Funktion, die den Abtrieb erhöht und die Strömung am Heckflügel stabilisiert. Dieses System gehört zu den Gründen, warum die Scuderia so gut in langsamen Kurven unterwegs ist.
Natürlich haben mittlerweile auch alle anderen Teams mitbekommen, wie gut der Trick des italienischen Rennstalls ist. Deshalb arbeiten mittlerweile wohl alle Konkurrenten an einer ähnlichen Lösung.
Der FIA soll das aber gar nicht gefallen. Deshalb braucht es wohl im nächsten Jahr neue Lösungen, um einen aerodynamischen Vorteil zu haben.
Fred Vasseur muss den nächsten Rückschlag verkraften. © IMAGO / PsnewZFerrari entwickelt System erst einmal weiter
Auch wenn eine Entscheidung scheinbar schon getroffen sein soll, will Ferrari weitere Updates des FTM-Systems bringen. In Barcelona soll das nächste Upgrade erfolgen.
Für das nächste Jahr soll die Scuderia bereits an einer anderen Lösung ohne das FTM-System feilen. Doch der Vorteil soll keinesfalls so groß sein, wie in diesem Jahr. Auch das jetzige System hätten Teams für 2027 nun wohl relativ einfach kopieren können.
Es ist allerdings schon der zweite Rückschlag für den Rennstall in dieser Saison. Bereits bei den Startphasen änderte die FIA das Regelwerk zu Ungunsten der Ferraris. Gegenüber planetf1 war Vasseur damals alles andere als begeistert.
„Politisch gesehen war das geschickt gemacht, aber nicht besonders fair. Es war eine Entscheidung aus Sicherheitsgründen. Das liegt in ihrem Ermessen. Selbst wenn alle dagegen sind, können sie so entscheiden. Für uns war das etwas hart.“
Zumindest beim Ferrari-Motor wird es bald wohl Fortschritte geben. Es gilt als nahezu sicher, dass Ferrari aufgrund der ADUO-Regelung größere Motorenupgrades durchführen darf. Ein kleiner Hoffnungsschimmer nach mehreren Rückschlägen.




































