In der Formel 1 spielt nicht nur der Motorsport an sich, sondern auch die Politik dahinter eine große Rolle. Die FIA versucht, zu verhindern, dass Teams sich unfaire Vorteile durch die Hintertür sichern könnten.
Mercedes wird zurzeit mit den Anteilen, die Otro Capital an Alpine hat, in Verbindung gebracht. Sollte man sich die 24% sichern, hätte man auch ein gewisses Mitspracherecht beim Rennstall.
Mohammed Ben Sulayem hält nicht viel von Multi-Team-Ownerships.© Moy / XPB ImagesBen Sulayem positioniert sich gegen Multi-Team-Ownership
FIA‑Boss Mohammed Ben Sulayem sprach in einer Medienrunde darüber, was er generell von der Übernahme mehrerer Teams hält.
„Ich bin offen für ein Multi-Team-Ownership, solange es aus dem richtigen Grund geschieht … Und was ist der richtige Grund? Solange man nicht versucht, es zu übernehmen, weil man nicht will, dass andere es übernehmen, oder um Stimmrecht bei den Reglementsfragen zu erhalten, ist es vielleicht in Ordnung.“
Doch im Grunde positionierte sich Ben Sulayem gegen eine solche Lösung, da er glaube, dass der Sport darunter leiden könnte, auch weil die Strukturen nicht ganz transparent seien.
Da kommt natürlich die Frage auf, warum Red Bull seit Beginn des Formel-1-Engagements ein Schwesterteam besitzt, das auch nicht immer sportlich einwandfreie Entscheidungen trifft. In Miami konnte man wieder beobachten, dass Liam Lawson Max Verstappen vorbeilassen musste.
Die FIA will wohl prüfen, ob eine Beteiligung von Mercedes an Alpine einen Einfluss auf die sportliche Rangordnung hätte. Doch inwieweit sie eingreifen kann, ist derzeit noch völlig unklar.
Hat Larence Stroll bald endlich wieder einen Grund zum Lächeln? © IMAGO / ABACAPRESSADUO-Zeitplan von der FIA geändert – erstes Zwischenfazit nun nach Kanada
Was allerdings klar ist, ist, wie es mit der ADUO‑Regelung weitergeht. Eigentlich sollte nach dem Großen Preis von Miami geschaut werden, welche unterlegenen Motorenhersteller nacharbeiten dürfen.
Doch aufgrund der Absagen von Bahrain und Saudi-Arabien stehen erst vier Rennen zu Buche. Die erste ADUO-Untersuchung soll nun nach dem nächsten Rennen in Kanada erfolgen.
Zwei weitere Perioden sind jetzt für die Zeit nach dem elften Rennen (Ungarn) und dem achtzehnten Rennen (Mexiko) angesetzt. Außerdem wurde noch ein weiterer Punkt ergänzt, der vorwiegend Honda in die Karten spielen könnte.
Denn sollte ein Motor mehr als 10 Prozent schlechter sein als der beste Motor, sollen dem Hersteller 230 Extrastunden Entwicklung zugesichert werden.
Die Motorenhersteller sollen große Fans der ADUO-Regelung sein. Toto Wolff hatte zuletzt seine Bedenken geäußert. Für Kanada bleibt nun erst einmal alles, wie es ist, doch danach könnte das Feld ein wenig durchgeschüttelt werden.




































