Auch die Regeländerungen in Miami haben nicht viel gebracht: Das neue Reglement der Formel 1 steht immer noch stark unter Beschuss.
In den vergangenen Tagen gab es viel Bewegung. Im Jahr 2027 soll das Reglement weiter angepasst werden. Und 2030 oder 2031 könnte der V8-Motor zurückkehren.
Damon Hill hat bislang Spaß an den Rennen in dieser Saison. © IMAGO / EibnerHill und Montoya loben neues Reglement
Doch es gibt zwei ehemalige Formel-1-Fahrer, die das jetzige Reglement gar nicht mal so schlecht finden – ganz im Gegenteil. Denn im Chequered-Flag–Podcast machten Damon Hill und Juan Pablo Montoya klar, dass sie bisher mit der Saison zufrieden seien.
Beide bezeichneten das Reglement als „gut“ und Montoya erklärte, warum er Spaß an den Rennen hat.
„Denn wenn man sieht, dass der andere einen überholen will, kann man früher in den Regenerationsmodus wechseln, und dann hat man ein bisschen mehr Energie für die nächste Gerade und kann sich wieder nach vorne kämpfen. Mit dem DRS hatte ich immer das Gefühl, man sei eine leichte Beute. Am Ende der Geraden, schießt der Typ an dir vorbei, und alle sagen: ‚Was für ein Überholmanöver!‘ Und ich sage: ‚Was meinst du damit, was für ein Überholmanöver? Er hat gar nichts gemacht. Er saß einfach nur da.‘“
Auch wenn Fahrer wie Lando Norris zuletzt kritisierten, dass man an Stellen überhole, an denen man nicht überholen wolle, kann man in dieser Saison feststellen, dass es zahlreiche spannende Positionsduelle gegeben hat.
Juan Pablo Montoya war in seiner Zeit mit einem V10- und einem V8-Motor unterwegs. © Photo4 / xpb.ccWaren die V10- und V8-Zeiten schlechter als ihr Ruf?
Vor allem stört sich Montoya daran, dass man immer wieder mit der „tollen“ Vergangenheit argumentiert. Er selbst findet die Rennen in seiner Zeit gar nicht so gut, wie sie heutzutage gemacht werden.
„Die Leute sagen: ‚Oh, deine Zeit war so gut‘, und ich antworte: ‚Schau dir mal ein Rennen an, das ist total langweilig‘. Sogar für uns. Es war manchmal wie eine kurze Testsession.“
Montoya kam 2001 während der dominanten Phase von Michael Schumacher in die Formel 1 und war bis 2004 für Williams unterwegs. Danach saß er noch zwei Jahre im McLaren-Cockpit.
Der Zuspruch für das neue Reglement wird am Ende allerdings wohl nicht viel bringen, denn die Formel 1 hat bereits wieder neue Ziele. Schon im nächsten Jahr könnten wir wieder ganz andere Autos auf der Strecke sehen.




































