Charles Leclerc und Lewis Hamilton haben sich in dieser Saison schon den ein oder anderen Fight geliefert. Trotzdem verstehen sich die Ferrari-Piloten sehr gut und harmonieren zumindest nach außen.
Der siebenmalige Weltmeister hatte in seiner Ferrari-Zeit bisher mehr Tiefpunkte als Höhepunkte, doch immer wieder zeigte Hamilton seine ganze Klasse. Das sieht auch Charles Leclerc.
Leclerc (l.) und Hamilton (r.) verstehen sich gut. © IMAGO / Beautiful SportsLeclerc hat Hamilton „analysiert“
Wie der Monegasse nach dem Großen Preis von Miami am Sky-Mikro verriet, hat Hamilton Leclerc durchaus geholfen, in einigen Punkten ein besserer Fahrer zu werden.
„Seit Lewis zum Team gestoßen ist, war es für mich eine großartige Gelegenheit, von ihm zu lernen. Ich habe alles, was er bei seiner Vorbereitung tut, bis zu dem Moment, in dem er ins Auto steigt, genauestens analysiert.“
Leclerc hat seinen Teamkollegen in der ersten gemeinsamen Ferrari-Saison vollkommen abgehängt, doch der siebenmalige Weltmeister kämpfte auch immer wieder mit dem Auto, das selten gut auf ihn abgestimmt war.
Sein Teamkollege konnte trotz der Probleme auf zahlreichen Strecken von ihm lernen.
„Das Fahren – das ist von Rennstrecke zu Rennstrecke unterschiedlich. Wir haben unsere eigenen Stärken, und manchmal beobachte ich ihn in einer bestimmten Kurve und analysiere das, aber das hängt von der Rennstrecke ab.“
Der Monegasse glaube, dass dies ein Erfolgsrezept für die dominante Zeit des Briten in der Formel 1 gewesen sei.
Kann Charles Leclerc Weltmeister werden? © IMAGO / Beautiful SportsLeclerc träumt weiter von der Weltmeisterschaft
Wenn man einem Fahrer die Liebe zu seinem Team nicht absprechen kann, dann ist es Charles Leclerc. Immer wieder macht er deutlich, wie sehr er es genießt, im Ferrari zu sitzen, und wie stolz er bereits jetzt auf die gemeinsame Zeit ist.
Doch der Vizeweltmeister aus dem Jahr 2022 machte deutlich, dass ihm noch etwas fehlt.
„Ich würde liebend gerne mit Ferrari eine Weltmeisterschaft gewinnen. Darauf arbeite ich seit meinem ersten Tag hier hin, und ich hoffe wirklich, dass es eines Tages klappt.“
Das Problem: Zurzeit sieht es nicht wirklich so aus, als hätte Ferrari ein Weltmeisterauto gebaut. Mercedes hat einen deutlichen Vorsprung und auch McLaren scheint nun stärker zu sein als die Scuderia.
Klar ist, dass die nächsten Upgrades sitzen müssen, ansonsten könnten die WM-Träume schnell wieder verfliegen. Charles Leclerc hätte durch seine konstanten Leistungen zumindest verdient, mal ganz oben zu stehen. Doch, so läuft es in der Formel 1 nun mal nicht – das mussten auch Ferrari-Ikonen wie Felipe Massa spüren.































