Das Rennwochenende in Singapur stellt die Fahrer auch aufgrund der hohen Temperaturen vor eine große Herausforderung.
Für die Stars gibt es spezielle Kühlwesten, die ihnen helfen sollen, die Hitze zu ertragen. Doch die spezielle Ausrüstung hat nicht nur Freunde.
Antonelli und Hadjar wollen keine Kühlwesten im Rennen tragen. © Batchelor / XPB ImagesHadjar und Antonelli gegen Kühlwesten im Rennen
Ein ganz klarer Gegner der Kühlwesten ist der Franzose Isack Hadjar. Das machte er in einer Medienrunde in Singapur klar. Hadjar stellte sogar eine klare Forderung. Laut ihm solle man die Ausrüstung abschaffen, da die Bedingungen hart sein sollten.
Auch Kimi Antonelli ist kein Fan der Kühlwesten. Bei ihm liegt es aber vor allem an den Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Als ich sie letztes Jahr getragen habe, hatte ich zwei sehr schlechte Erfahrungen. Das erste Mal hat es nicht so lange funktioniert, wie wir gehofft hatten. Beim zweiten Mal fiel das Pumpensystem aus und ich habe die ganze Sitzung das Wasser bei 50 Grad gepumpt. Nach der Sitzung hatte ich einen Hitzschlag, daher war es nicht sehr angenehm.
Der Italiener sagte, dass er nun trainiert habe, um die Situationen zu überstehen. Das Tragen einer Kühlweste würde er mittlerweile unterlassen. Für die Kühlwesten bekommen die Teams übrigens Extra-Budget, sobald es eine Hitzewarnung gibt. Aus diesem Grund soll zum Beispiel George Russell keine bekommen, damit das Team das Budget anderweitig einsetzen kann.
Sainz und Leclerc glauben an den Nutzen der Kühlweste. © Batchelor / XPB ImagesSainz und Leclerc dankbar
Doch es gibt auch Fahrer, die die Kühlwesten sehr gerne in Anspruch nehmen würden. Zu ihnen gehört Carlos Sainz, der sich über die Entwicklung des Hilfsmittels bei Williams freut.
Wenn es eine Sache gibt, die wir als Team in diesem Jahr in der Entwicklung gut hinbekommen haben, dann ist es die Kühlweste, die Alex und mir im Auto definitiv viel Freude bereitet hat. Wir sind sehr froh, sie zu haben. Ich verstehe den Standpunkt von Mercedes. Gleichzeitig haben wir diesem Thema mehr Priorität eingeräumt als Mercedes, und deshalb funktioniert sie bei uns besser.
Auch Charles Leclerc würde immer eine Kühlweste benutzen. Der Monegasse machte klar, dass er immer eine nehmen würde, auch wenn diese nur 15–20 Runden funktionieren würde. Für ihn sei es immer noch besser, als keine zu verwenden.
Auch Esteban Ocon sagte, dass es ein unheimlicher Performancevorteil wäre, wenn man als Fahrer die richtige Körpertemperatur habe. Deswegen plädiert er auch dafür, dass die Kühlwesten auf jeden Fall weiter verwendet werden dürfen.
Kühlwesten sind ein Thema, über das selten gesprochen wird. Am Ende spaltet der kleine Helfer allerdings die Formel 1. Mal sehen, ob in Singapur jemand mit oder ohne ganz oben stehen wird.































