Crash im Sprint, Motorenstrafe und die nächste Strafe klopft schon an. Für George Russell lief es in Singapur nicht so rosig wie erhofft.
Im Sprint hatte Russell in der ersten Runde einen Crash | © Sky Sport F1Schwieriges Wochenende
Bereits in der ersten Runde schied George Russell beim Sprintrennen in Singapur aus. Im Qualifying reichte es nur für den sechsten Platz, doch mehrere neue Teile am Motor katapultierten den Mercedesfahrer ans Ende der Startaufstellung. Von Platz 19 aus kämpfte er sich zwar zurück in die Punkte auf Platz 9, aber wirklich glücklich verlässt Russell Singapur nicht.
Sein Pech schien sich wie ein roter Faden furch das Wochenende zu ziehen. Gerade als der Brite in die Box einrollte, endete das virtuelle Safety Car und der dadurch mögliche Zeitvorteil war Futsch.
„Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir im ersten Stint gute Fortschritte gemacht haben“, zog Russell im Anschluss des Rennens als Fazit. „Ich war mit der Entwicklung dort ziemlich zufrieden. Aber beim zweiten Stint, mit dieser VSC-Phase, da hätte ich vielleicht noch etwas länger draußen bleiben können.“
Russell lobte die Verteidungsarbeit, die Nico Hülkenberg leistete. Der Deutsche konnte diesen nämlich hinter sich halten und kam vor ihm auf Platz 8 ins Ziel. „Nico hat dann großartig verteidigt – ich hatte Mühe, an ihm vorbeizukommen“, erkannte Russell dem Audi-Piloten an.
Und gegen Ende des Rennens war es das Risiko nicht wert, also habe ich das Auto einfach ins Ziel gebracht. Kein fantastisches Wochenende, also ein bisschen schade. Das spiegelt ein wenig den bisherigen Saisonverlauf wider – es läuft einfach nicht optimal, daher freue ich mich jetzt sehr auf die Pause.
Lange hing Russell im Heck von Hülkenberg, doch er kam nicht vorbei | © Moy / XPB ImagesRussell droht zweite Strafe
Obwohl George Russell in Singapur bereits eine Motorenstrafe erhielt, wird er demnächst eine zweite kassieren. Das merkte er gegenüber F1TV an: „Wir ziehen vielleicht Vegas in Betracht, aber irgendwann wird es dazu kommen. Jetzt haben wir jedoch die Wahl, es zu einem Zeitpunkt unserer Wahl zu machen, und wir werden uns für eine etwas einfachere Strecke entscheiden als diese hier.“ Die zweite Strafe wird dann das ADUO-Upgrade des Mercedesmotors umfassen.
Voller Fokus ist nun das Auto weiter nach vorne zu bringen und Herr über das Upgrade aus Baku zu werden. Zu 100 Prozent zufrieden ist man damit bei Mercedes nämlich noch nicht. „Das Ziel ist es jetzt, das Auto zu verbessern, denn wir waren die ganze Saison über das mit Abstand dominierende Team, und wenn man sich die letzten Rennen ansieht, war Red Bull mit Abstand das beste Team“, erklärte Russell.
Gerade Max Verstappen war die letzten Rennen der dominierende Fahrer. Er gewann in Baku, den Sprint und das Rennen in Singapur. „Er hat die letzten beiden Rennwochenenden dominiert“, merkte der Brite an, „Als Team besteht das aktuelle Ziel also darin, diese Updates in den Griff zu bekommen.“































