In seinem letzten Interview mit The Times bezeichnete Christian Horner den Beruf des Ferrari-Teamchefs als seinen Traumjob. Dafür wurde er heftig kritisiert, unter anderem auch von Ralf Schumacher. Nun ruderte Horner zurück.
Will Horner wirklich an Vasseurs Job als Ferrari-Teamchef? | © Coates / XPB ImagesReaktionen von Ferrari und Schumacher
Die Aussagen von Christian Horner bezüglich Ferrari sorgten für viel Aufsehen. Der Wirbel, dass Horner Vasseur in der Rolle des Teamchefs ersetzen würde, war so groß, dass Ferrari einschritt. Das Team veröffentlichte ein Statement, dort stellte man sich vollends hinter Fred Vasseur und dass man nicht vorhabe ihn in naher Zukunft zu ersetzen.
Auch vom ehemaligen Formel 1-Fahrer und Sky-Experten Ralf Schumacher gab es heftige Kritik. „Sich so anzubiedern ist ja schon mal peinlich genug“, sagte Schumacher im Sky Podcast Backstage Boxengasse.
In seinem neusten Interview mit The Guardian ruderte Christian Horner nun zurück.
Laut eigener Aussage wisse Horner noch immer nicht, wieso er Red Bull verlassen musste | © Moy / XPB ImagesHorner: Aussagen aus dem Kontext gerissen
Der ehemalige Red Bull-Teamchef hat den ganzen Wirbel um seine Aussagen über Ferrari natürlich mitbekommen. Am Montag veröffentlichte The Guardian ein neues Interview mit Horner. Dort griff er erneut seine Aussagen auf und stellte klar: So war das alles nicht gemeint.
Er behauptet, die Aussage Teamchef bei Ferrari zu sein sei ein Traumjob, wäre allgemein gemeint und nicht auf ihn bezogen. Ihm wäre es lieber zu einem Team zurückzukehren, wo er Anteile halten kann. „Fred Vasseur ist ein erfahrener Mann. Er hat gute Arbeit geleistet“, sagte Horner im Interview, „Aber ich weiß besser als jeder andere, welcher Druck auf einem lastet, wenn man eine wettbewerbsfähige Organisation leitet.“
Meine Aussagen wurden aus dem Zusammenhang gerissen.
Christian Horner bot außerdem einen Einblick, was eine Voraussetzung für die Rückkehr in die Formel 1 wäre: Er möchte Anteile an dem Team halten. „Ferrari ist die größte Marke in der Formel 1 und das Team mit der längsten Tradition“, meinte er.
Ich habe mir jedoch eine hervorragende monetäre Ausgangslage geschaffen, um meinen nächsten möglichen Schritt in diesem Sport zu planen. Dabei ginge es um eine unternehmerische Beteiligung – und Ferrari verkauft keine Anteile.
Da Ferrari keine Anteile verkauft, ist Horner gewillt erstmal abzuwarten. Dass es Monate oder Jahre dauern könnte, ist ihm bewusst, aber die Rückkehr in die Formel 1 ist für ihn nicht zwingend. „Ich würde nur dann zurückkehren, wenn sich die richtige Gelegenheit bietet – gemeinsam mit Gleichgesinnten, die gewinnen wollen. Ich würde niemals zurückkehren, nur um des Dabeiseins willen“, behauptete er abschließend zu diesem Thema.































