In der neuen CHAMP1 NEWS-Ausgabe #762 vom Montag, 18.05.2026, standen gleich mehrere große Themen rund um den Nürburgring, die FIA und die Formel-1-Politik im Mittelpunkt. Vor allem Max Verstappen sorgte am Wochenende für Schlagzeilen – allerdings nicht mit einem Sieg, sondern mit einem bitteren Ausfall kurz vor Schluss beim 24h-Rennen auf der Nordschleife.
Verstappens Nürburgring-Traum platzt kurz vor dem Ziel
Max Verstappen und sein Mercedes-AMG-Team lagen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring lange klar auf Siegkurs. Das Quartett um Verstappen, Daniel Juncadella, Lucas Auer und Jules Gounon hatte sich nach einem starken Rennen an die Spitze gearbeitet und zeitweise einen komfortablen Vorsprung herausgefahren.
Besonders in schwierigen Bedingungen überzeugte Verstappen mit starken Stints und half dabei, das Rennen strategisch in die richtige Richtung zu lenken. Doch rund dreieinhalb Stunden vor Rennende folgte die Wende: Ein technischer Defekt an der Hinterachse beziehungsweise der Antriebswelle zwang den führenden Mercedes an die Box.
Das Team versuchte zwar noch, das Auto zu reparieren und wenigstens zurück auf die Strecke zu bringen, die Siegchance war allerdings verloren. Der Gesamtsieg ging stattdessen an das Schwesterauto von Winward-Mercedes.
Trotz des bitteren Endes wurde das Wochenende für Verstappen zu einem besonderen Auftritt. Allein seine Teilnahme hatte einen enormen Hype ausgelöst – am Ende meldeten die Veranstalter mit 352.000 Zuschauern sogar einen neuen Besucherrekord für die 24 Stunden vom Nürburgring.
©IMAGO / Silas SteinNach Tempo-Verstoß: Glock verliert seine Nordschleifen-Erlaubnis
Deutlich schlechter endete das Wochenende dagegen für Timo Glock.
Der ehemalige Formel-1-Pilot verlor nach einem erneuten Tempo-Verstoß in einer Code-60-Zone seine Nordschleifen-Permit und wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Rennen genommen.
Glock war im Dörr-McLaren mit 112 km/h gemessen worden – erlaubt waren lediglich 60 km/h. Weil er bereits bei den Qualifiers im April Strafpunkte gesammelt hatte, überschritt er nun die erlaubte Grenze.
Die Folge: Disqualifikation und Entzug der Permit.
Glock zeigte sich nach dem Vorfall einsichtig und erklärte, er sei am Ende seines Stints zu früh wieder aufs Gas gegangen. Die Strafe sei aus seiner Sicht gerechtfertigt.
©XPB ImagesMcLaren erhöht den Druck auf die FIA
Auch politisch wird es in der Formel 1 zunehmend brisanter.
McLaren-CEO Zak Brown hat sich laut „The Race“ mit einem offiziellen Schreiben direkt an FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem gewandt. Darin warnt Brown vor möglichen Machtverflechtungen zwischen Teams.
Im Fokus stehen dabei vor allem Konstruktionen wie die Verbindung zwischen Red Bull Racing und den Racing Bulls – aber auch mögliche Beteiligungen von Mercedes an Alpine.
Brown befürchtet, dass solche Allianzen die sportliche Fairness gefährden könnten. In seinem Schreiben verweist er unter anderem auf umstrittene Rennsituationen der vergangenen Monate sowie auf technische und personelle Überschneidungen zwischen verbundenen Teams.
Damit wächst der Druck auf die FIA weiter, sich künftig klarer mit Mehrfach-Beteiligungen und teamübergreifenden Strukturen auseinanderzusetzen.
©Alpine F1 TeamAlpine holt Ex-FIA-Mann zurück nach Enstone
Parallel dazu verstärkt Alpine seine technische Führung.
Der Rennstall bestätigte die Verpflichtung von Jason Somerville als neuen stellvertretenden Technischen Direktor. Somerville arbeitete zuletzt bei der FIA als Leiter der Aerodynamik-Abteilung und kehrt nun nach Enstone zurück.
Dort soll er gemeinsam mit Flavio Briatore, Steve Nielsen und David Sanchez helfen, das Projekt langfristig zu stabilisieren und sportlich weiterzuentwickeln.
Nach einem schwierigen Saisonstart setzt Alpine damit weiter auf personelle Neuaufstellung hinter den Kulissen.




































