Vor einigen Jahren wurde das Budget Cap in der Formel 1 eingeführt, damit sich die großen und reichen Formel-1-Teams nicht zu weit vom Rest entfernen.
Wirklich fairer ist der Wettbewerb seitdem aber nicht geworden. Immer noch fahren ähnliche Top-Teams um die Siege in der Königsklasse des Motorsports. Auch Williams-Teamchef James Vowles sieht ein Problem.
James Vowles fordert Änderungen beim Budget Cap. © Bearne / XPB ImagesVowles beschwert sich über Ungleichheit
In einer Medienrunde sprach der Brite über die Budgetobergrenze und machte ein klares Problem fest, das er mit eigenen Recherchen verdeutlichte.
Ich habe mir vor etwa einem Monat einige Statistiken der letzten 15 Jahre angesehen, die Folgendes zeigen: In den fünf, in denen die Kostenobergrenze gilt, haben die vier besten Teams 83 % der Punkte geholt. Davor lag der Anteil bei etwa 70 %, nur um das klarzustellen. Mit anderen Worten: Wir haben die Situation verschlimmert, sodass der Rest von uns nun um etwa 17 % der Punkte kämpft.
In dieser Saison wird das Problem mehr als deutlich. Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull kämpfen ums Podium während kein anderes Team eine wirkliche Chance hat, unter normalen Umständen ein Wörtchen mitzureden.
Szenen, wie die Sensations-Pole von Pierre Gasly sind die absolute Ausnahme. Im Qualifying haben die Top-Teams keinerlei Probleme, sich für Q3 zu qualifizieren, und sorgen damit vor dem Final-Abschnitt für wenig Spannung. Zudem haben Teams wie Williams Probleme, überhaupt wieder heranzukommen, wenn sie einmal einen Fehler machen.
Haas will die Williams-Pläne wohl nicht unterstützen. © Batchelor / XPB ImagesGespräche über neues Budget-Cap-Konzept stehen an
Laut The Race soll nun wirklich darüber nachgedacht werden, das Konzept der Budgetobergrenze anzupassen. Williams hat einen Antrag eingebracht und will erreichen, dass die Teams außerhalb der Top 4 mehr Geld ausgeben dürfen.
Audi, Aston Martin, Cadillac und Alpine sollen dem Vorschlag sehr offen gegenüberstehen. Eine Stimme würde fehlen, um eine Veränderung herbeizuführen.
Das Problem: Es ist fraglich, ob sich der Rest der Mittelfeldteams darauf einlässt. Die Racing Bulls werden kaum gegen die Interessen von Red Bull abstimmen und Haas fehlt das Geld, um mehr zu investieren.
In der F1-Kommission im November soll über den Vorschlag von Williams debattiert werden. Ob es einen Kompromiss geben kann, der auch für die Top-Teams interessant ist, ist derzeit vollkommen unklar.































