Nach dem Qualifying in Singapur gab es die kurze Frage, ob Nico Hülkenberg eine Strafe erhält. Der Deutsche soll Carlos Sainz behindert haben.
Nun gibt es eine Entscheidung. Und die Begründung könnte für die nächsten Diskussionen sorgen.
Nico Hülkenberg wurde im Qualifying Elfter. © Coates / XPB ImagesSoftware-Problem sorgt für Impeding
Erst um 20:45 deutscher Zeit kam die Entscheidung, ob Nico Hülkenberg für eine mögliche Behinderung bestraft wird. Der Deutsche, der in einer Medienrunde nach dem Rennen klar machte, dass er gar nichts von einer möglichen Strafe wisse, kommt am Ende mit dem Schrecken davon.
Doch die Begründung hat es in sich. Denn laut der FIA handelt es sich am Ende mal wieder um ein Software-Problem.
Die Kommissare erkennen an, dass die vom Team herangezogenen Daten das Team zu der Annahme verleiteten, dass Auto 55 die Zielflagge erhalten hatte. Tatsächlich ging aus den Funksprüchen von Auto 55 hervor, dass dessen Team gestützt auf dieselbe Datenbasis zu derselben Einschätzung gelangt war.
Da das System nicht „vollständig synchronisiert“ war, wurde der richtige Zustand von Sainz erst nach kurzer Zeit richtig angezeigt. Dadurch wurde „dem Team jede vernünftige Möglichkeit genommen, die an den Fahrer übermittelte Information zu korrigieren“.
Es ist nicht das erste Software-Problem an diesem Wochenende. Im Sprint-Qualifying gab es ein Problem mit dem Overtake-Mode, dem ein „menschlicher Fehler“ der FIA zugrunde lag.
Sainz beschwerte sich über die FIA. © Moy / XPB ImagesSainz angefressen
Die erneute Entscheidung der FIA wird auch dem Spanier Carlos Sainz nicht gefallen. Der Williams-Star war bereits nach dem Sprint-Qualifying sauer und beschwerte sich über die Probleme, die der Weltverband ausgelöst hatte.
Sie waren sich dieser sportlichen Benachteiligung bewusst und haben trotzdem beschlossen, die Sache unter den Teppich zu kehren und so zu tun, als wäre nichts passiert. Besonders überrascht bin ich darüber, wie anders damit umgegangen wurde als in Malaysia, wo etwas sehr Ähnliches passiert ist.
In Malaysia hatte ein Software-Problem dazu geführt, dass zahlreiche Fahrer plötzlich zu wenig Leistung an Bord hatten. Daraufhin wurde der bereits verschobene Start nach der Einführungsrunde erneut vertagt.
Die FIA und allen voran Formelsport-Leiter Nikolas Tombazis gelobten Besserung. Allerdings zeigt das nächste Software-Problem, dass es anscheinend größere Probleme gibt, als man zugeben will. Die Diskussionen werden so nicht ruhiger werden.































