Esteban Ocon wird Haas am Ende der Saison verlassen. Der Rennstall lässt den Franzosen, der derzeit keine Bleibe in der Saison hat, ziehen und will einen neuen Fahrer neben Oliver Bearman etablieren.
Als großer Favorit gilt Rafael Camara, der derzeit noch in der Formel 2 unterwegs ist. Das würde bedeuten, dass der Brite plötzlich der erfahrene Fahrer im Team wäre.
Bearman will den nächsten Schritt gehen. © Batchelor / XPB ImagesBearman hat keine Angst vor Führungsrolle
In einer Medienrunde macht Bearman nun klar, dass er sich bereit fühlt, eine gewisse Führungsrolle innerhalb des Teams anzunehmen.
Ich denke, ich habe in diesen zwei Jahren einen weiten Weg zurückgelegt.
In dieser Saison sammelte Bearman bereits 20 Punkte, 13 mehr als sein Teamkollege Esteban Ocon. Vor allem am Saisonstart, als sein Haas ein gutes Gesamtpaket besaß, konnte der talentierte Ferrari-Junior überzeugen. Auch Bearman sieht eine deutliche persönliche Verbesserung.
Vor allem, wie ich abseits der Strecke mit dem Team interagiere und was ich darüber verstehe, wie ich das Beste aus den Jungs herausholen und auch das Auto weiterentwickeln kann. In diesem Sinne freue ich mich also auf diese neue Rolle.
Rafael Camara könnte zu Haas wechseln. © XPB ImagesDruck bei Haas vorhanden
Noch ist die Vereinbarung mit Rafael Camara noch nicht unterzeichnet, ein Wechsel des Brasilianers zu Haas würde allerdings auch den Druck auf Bearman erhöhen. Während er in den vergangenen zwei Jahren relativ frei fahren konnte, müsste er sich plötzlich mit einem anderen Ferrari-Rookie messen.
Sollte sich also eine Tür bei der Scuderia öffnen, wird man sicher vergleichen, wie beide Piloten in der nächsten Saison performen. Also muss der Brite nicht nur das Team anführen, sondern auch gute Leistungen abliefern.
Generell befindet sich der Brite in einer Zwickmühle. Bearman machte jüngst klar, dass er nicht ewig auf einen freien Sitz bei Ferrari warten wolle. Doch auch bei den anderen Teams, die mehr Potenzial als Haas besitzen, sind die Posten gerade rar gesät.
Der Brite muss also hoffen, dass er zusammen mit seinem Team und seinem neuen Teamkollegen im nächsten Jahr, mit dem wohl geringsten Budget der Formel 1 überperformt, um sich selbst ins Schaufenster zu stellen. Eine Mammutaufgabe, die die selbsternannte neue Führungsfigur erst einmal meistern muss.































