Max Verstappen wird mit dem neuen Formel-1-Reglement überhaupt nicht warm. Das hat er in den vergangenen Monaten immer wieder klargemacht. Doch auch die generelle sportliche Situation bei Red Bull ist nicht die beste.
Immer mehr seiner Vertrauten verabschieden sich. Zuletzt wurde bekannt, dass Gianpiero Lambiase 2028 zu McLaren wechselt. Zuvor verloren der Rennstall, Adrian Newey, Christian Horner und Helmut Marko, die zusammen mit Verstappen für die großen Red-Bull-Erfolge verantwortlich waren.
Ford will weiterhin mit Red Bull zusammenarbeiten. © IMAGO / ANPFord will auch bei Verstappen-Abschied der Formel 1 erhalten bleiben
Sollte der Niederländer sich entscheiden, Red Bull oder vielleicht sogar die Rennserie zu verlassen, dann verliert der Rennstall Strahlkraft. Könnte ein solches Szenario auch die Zusammenarbeit zwischen Red Bull und Ford gefährden?
In einem Interview mit motorsport.com machte Ford-Boss Mark Rushbrook nun klar, dass man voll hinter der Partnerschaft steht.
„Wir sind in die Formel 1 gekommen, um in der Formel 1 zu sein, und wir haben uns für Red Bull entschieden, weil wir das Team und seine Kultur schätzen – nicht wegen einer einzelnen Person. Und noch einmal: Wir schätzen Max sehr, und wir finden es toll, dass er in einem von Red Bull und Ford angetriebenen Fahrzeug fährt.“
Ford würde es zutiefst „bedauern, wenn er uns verlassen würde, aber das würde nichts an unserem Engagement für den Sport ändern.“
Seit diesem Jahr fährt Red Bull mit einem eigenen Antrieb, der gemeinsam mit Ford entwickelt wurde. Zwar hatte der Rennstall nicht den besten Start in die Saison, der neue Motor soll allerdings zu den besten gehören. Der ehemalige Motorenhersteller Honda hat mit Aston Martin ein neues Team gefunden, hat aber zurzeit deutliche Probleme.
Lambiase (r.) verlässt Verstappen (l.) und Red Bull vor der übernächsten Saison. © IMAGO / PsnewZRushbrook will Abschieds-Welle bei Red Bull analysieren
Rushbrook wird allerdings in Zukunft genau darauf schauen, wer Red Bull verlässt.
„Es gibt immer gewisse Bedenken, wenn man sieht, dass jemand geht. ‚Warum gehen sie? Was bedeutet das eigentlich für das Team?‘ Es ist also nicht so, dass es unwichtig wäre, aber man reagiert auf solche Dinge, genau wie auf alles andere im Rennsport oder sogar im Leben. Wenn Dinge passieren, kommt es darauf an, wie man darauf reagiert und stark bleibt.“
Ford und Red Bull werden also wohl weiterhin versuchen, sich an der Spitze der Formel 1 zu etablieren, egal, was mit Verstappen passiert. Am Ende werden allerdings alle Seiten versuchen, den Niederländer zu halten, denn die Erfolgschancen steigen mit einem Fahrer wie dem Niederländer.
Zuletzt wurde schon darüber spekuliert, wer das neue Aushängeschild von Red Bull werden soll, sollte Verstappen den Rennstall verlassen. Jolyon Palmer brachte einen absoluten Top-Fahrer ins Spiel.




































