Audi erlebt einen schwierigen Start in der Formel 1. Der Rennstall, der bis ins letzte Jahr noch als Sauber in der Königsklasse des Motorsports unterwegs war, ging mit einer breiten Brust in die neue Saison.
Die Pace in Qualifying und Rennen war bisher mehr als beachtlich, allerdings zerstörten technische Probleme die Saison bisher. Mit mageren zwei Punkten, steht Audi auf Rang neun der Konstrukteurswertung.
Auch Experte Marc Surer machte in Race Control, der Champ1-Analyseshow, klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Döllner (l.) glaubt an Binotto (r.) und seine Crew. © IMAGO / Michael PottsDöllner lobt Performance – und bleibt gelassen
Konzernchef Gernot Döllner hat in einem Interview mit der SportBild klargestellt, dass man trotz der technischen Probleme auf einem guten Weg ist.
„Ich bin zufrieden mit unserem Start in die Saison und sehe das Team grundsätzlich auf einem guten Weg. Nach den ersten Rennen haben wir uns im Mittelfeld etabliert, und die Performance des Autos stimmt zuversichtlich.“
Dem Team sei von Anfang an klar gewesen, „dass ein Projekt dieser Größenordnung Geduld und Ausdauer erfordert.“ Die scheint der Audi-Boss zu haben, obwohl in Miami wiedermal zahlreiche Probleme für ein Wochenende zum Vergessen sorgten.
Durch die Audi-Durststrecke profitieren derzeit andere Teams wie Williams, die durch Platz neun und Platz zehn in Miami am deutschen Rennstall vorbeigezogen sind. Noch, bleibt allerdings genug Zeit, um die zahlreichen Probleme zu lösen.
Haben Bortoleto (l.) und Hülkenberg (r.) bald wieder mehr Grund zum Lachen? © IMAGO / ABACAPRESSLernt Audi in den kommenden Rennen aus den eigenen Fehlern?
Auch wenn die Saison noch lang ist, weiß Döllner, dass es trotz der Performance Handlungsbedarf gibt und man Lösungen finden muss. Die Renneinsätze würden dem Team zeigen, „wo noch Optimierungsbedarf besteht – sei es in unseren Abläufen oder auf der technischen Seite“.
„Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Teil unserer Lernkurve. Wir bleiben realistisch, lernen jeden Tag dazu und nutzen die gewonnenen Erfahrungen, um das Projekt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend bin ich überzeugt, dass wir unser Potenzial weiter ausschöpfen werden.“
In Montreal gibt es die nächste Chance für Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto, um in die Punkte zu fahren. Die Leistungen beider Fahrer sind bislang jedenfalls nicht das Problem. Sollte Audi die technischen Probleme in den Griff bekommen, ist mit beiden in den kommenden Rennen zu rechnen.




































