Valtteri Bottas und Lewis Hamilton gehörten zu den besten Fahrer-Duos des 21. Jahrhunderts. Der Finne war der perfekte zweite Fahrer in der Dominanz-Phase von Mercedes.
Während Bottas sich nun bei Cadillac Stück für Stück nach oben kämpfen muss, steht Lewis Hamilton plötzlich wieder oben auf dem Podium und ist kurz davor, mal wieder ins WM-Rennen einzusteigen.
Lewis Hamilton fühlt sich in seinem Ferrari endlich wohl. © IMAGO / ZUMA PressSteckt mehr Hamilton im Ferrari?
In einer Medienrunde in Barcelona verdeutlichte Bottas, dass Hamilton „nichts von seiner Fähigkeit verloren hat, großartige Qualifyings und Rennen zu fahren“. Dies sei „schön zu sehen“.
Der Cadillac-Star nannte auch einen möglichen Grund, warum der Rekordweltmeister plötzlich wieder so gut ist.
„Vielleicht sind diese Autos etwas anders als früher, vielleicht ist es das erste Auto, in dem ein wenig von seiner DNA steckt. Diese kleinen Dinge können einen großen Unterschied machen, denn letztlich geht es in diesem Sport ja wieder um hauchdünne Unterschiede.“
Auch Champ1-Experte Marc Surer vermutete in Race Control, der Champ1-Analyseshow zum Rennwochenende, dass Hamilton primär in der vergangenen Ground-Effect-Ära Probleme gehabt habe, da er wohl deutlich feinfühliger fahren wolle.
Auch Bottas scheint ähnlich zu denken. Der Mann, der sich mit Hamilton seit Jahren exzellent versteht, gab auch an, dass der Brite „auch sehr streng mit sich selbst gewesen“ sei. Nun sei sein Ex-Teamkollege „wieder auf einem normaleren Niveau, und das ist schön zu sehen.“
Valtteri Bottas soll Cadillac bei der Entwicklung helfen. © IMAGO / NurPhotoBottas bleibt trotz Cadillac-Problemen gelassen
Doch der Finne hat natürlich auch noch eigene Ziele, sonst wäre er wohl nicht in die Formel 1 zurückgekehrt, um dem Cadillac-Projekt zu helfen. Zurzeit läuft es für das Team allerdings noch überhaupt nicht. In der Konstrukteurswertung liegt man mit null Punkten auf dem letzten Platz.
Bottas machte klar, dass er wisse, worauf der sich eingelassen habe. Vor allem seine Wertschätzung für die großen Teams habe in der bisherigen Zeit bei Cadillac zugenommen, weil „dort alles so gut funktioniert und man über manche Dinge gar nicht nachdenken muss, wenn man Teil eines Teams ist, das einfach perfekt genug läuft.“
Trotz seiner großen Formel-1-Erfahrung scheint auch der Finne noch nicht ausgelernt zu haben.
„Ich habe in diesem Jahr viel darüber gelernt, wie ein Formel-1-Team tatsächlich funktioniert, und es ist … es ist irgendwie cool, das zu sehen, aber ja, wir haben als Team bisher große Schritte gemacht, aber wir haben noch haben noch Arbeit vor uns.“
Für Bottas bleibt zu hoffen, dass er das Projekt noch lange mitgestalten darf. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Gerüchte, dass der Ex-Mercedes-Star seinen Sitz verlieren könnte, weil er deutlich langsamer als sein Teamkollege Sergio Perez fährt. Doch das wurde schnell dementiert. Der Finne hat wohl noch ein bisschen Zeit, um zu zeigen, dass er immer noch die Qualität für die Königsklasse des Motorsports besitzt.




































